600 Verträge laufen aus

Erst Audi, jetzt Porsche: Hunderte Mitarbeiter in Stuttgart müssen sich neue Jobs suchen

  • Lisa Klein
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Porsche-Mitarbeiter aus dem Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen müssen sich nach einem neuen Job umschauen. Rund 600 befristete Verträge laufen aus und werden nicht verlängert.

In den letzten Tagen häufen sich die schlechten Nachrichten für Arbeitnehmer in und rund um Stuttgart: Bosch will gleich 1500 Jobs streichen und auch bei Porsche müssen sich manche Mitarbeiter eine neue Stelle suchen. Zuletzt wurde außerdem bekannt, dass das Audi-Werk in Neckarsulm 600 Mitarbeiter entlässt, wie echo24.de berichtet. Während es bei Audi die Zeitarbeiter trifft, lässt Porsche befristete Verträge auslaufen.

600 Verträge werden nicht verlängert: Porsche-Mitarbeiter müssen sich einen neuen Job suchen

Bei Porsche im Stammwerk Stuttgart-Zuffenhausen müssen sich in den kommenden Monaten viele befristete Mitarbeiter in der Produktion nach einem neuen Job umschauen, berichtet die „dpa“. Betriebsratschef Harald Buck sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Im kommenden Jahr laufen schrittweise circa 600 befristete Arbeitsverträge aus, die nicht nochmals verlängert werden können.“

Hunderte Mitarbeiter bei Porsche müssen sich fürs neue Jahr einen anderen Job suchen.

Man sei gerade in Gesprächen mit der Unternehmensleitung, ob nicht ein Teil der Kolleginnen und Kollegen davon dauerhaft eingestellt werden könne. „Es zeichnet sich aber ab, dass nicht alle für immer übernommen werden können. Die ersten Beschäftigungsverhältnisse enden zum Januar.“

Ein Sprecher des Unternehmens sagte, ein befristetes Arbeitsverhältnis könne eine Chance sein, um bei Porsche zu einer Festanstellung zu kommen. Die Porsche AG habe ihre Belegschaft in den vergangenen zehn Jahren auf aktuell 24.700 Mitarbeiter nahezu verdoppelt. Darunter seien auch 2.400 Mitarbeiter mit einem befristeten Arbeitsverhältnis.

Befristete Verträge laufen 2024 bei Porsche aus – nicht alle Mitarbeiter können übernommen werden

„Demographische Entwicklungen haben in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass zahlreiche Kollegen etwa über die Altersteilzeit aus dem Unternehmen ausgeschieden sind.“ Dadurch habe man bei Porsche überproportional viele Kollegen in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen. „Inzwischen haben wir wieder einen eingeschwungenen Zustand erreicht, sodass befristete Verträge in 2024 in größerem Umfang auslaufen“, teilt das Unternehmen mit.

„Bei uns gibt es keine Leiharbeiter in der Produktion, sondern nur befristete Beschäftigte“, sagte Betriebsrat Buck weiter. Sie bekommen die tariflichen und betrieblichen Leistungen, die die Leiharbeiter nicht bekommen würden.

Die Standortsicherung im Großraum Stuttgart gilt bis Mitte 2030, wie Buck mitteilte. In das Stammwerk wird seinen Angaben zufolge ordentlich investiert. „So wird aktuell das Karosseriewerk erweitert und es entstehen auch zusätzliche Logistikflächen.“ Der neue Boxster mit Elektroantrieb werde künftig in Zuffenhausen montiert. Die letzten Boxster mit Verbrennermotoren liefen gerade im VW-Werk in Osnabrück vom Band.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Arnulf Hettrich

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