Bei Verstoß droht Bußgeld
Gericht entscheidet: Auch Beifahrer darf keine Blitzer-App nutzen
VonJulia Cuprakowaschließen
Neben Autofahrern ist die Nutzung einer Blitzer-Warn-App jetzt auch für Beifahrer verboten. Das entscheidet das Oberlandesgericht Karlsruhe.
Wer die Blitzer-App beim Autofahren nutzt, muss künftig mit einer Strafe in Form von Bußgeld rechnen. Die Nutzung einer Blitzer-App beim Autofahren ist nach einem neuen Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe auch dann verboten, wenn ein Beifahrer die App auf seinem Handy laufen hat.
Das entscheidet das Oberlandesgericht Karlsruhe in einem am Donnerstag (16. Februar) veröffentlichten Urteil und weist damit die Klage eines 64-jährigen Autofahrers aus dem Rhein-Neckar-Kreis ab. Abgesehen vom aktuellen Gerichtsurteil müssen Autofahrer im Jahr 2023 weitere neue Regeln beim Autofahren beachten, ansonsten drohen Bußgelder und sogar Punkte in Flensburg, wie echo24.de bereits berichtete.
Nutzung der Blitzer-App für Autofahrer und Beifahrer verboten
Der Mann ist Ende Januar 2022 von Polizisten angehalten worden, als er deutlich zu schnell durch Heidelberg fuhr, wie das Gericht mitteilt. Als die Beamten ihn kontrollierten, habe er das Handy seiner Beifahrerin bewusst zur Seite geschoben. Die Polizisten entdeckten die App dennoch, das Amtsgericht Heidelberg verhängt deswegen eine Geldbuße in Höhe von 100 Euro gegen den Autofahrer, die der Mann aber nicht zahlen wollte.
Das Oberlandesgericht entscheidet nun jedoch, dass die Strafe rechtens ist. Die Straßenverkehrsordnung verbietet nicht nur einem Fahrer die Nutzung einer App mit Blitzer-Warnungen. Verboten sei auch, solch eine App auf dem Handy eines anderen Fahrzeuginsassen aktiv laufen zu lassen. Das berichtet die „Deutsche Presse-Agentur“ (dpa).
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