Corona-Regeln an Ostern
Bundesweite Abschaffung der Corona-Regeln: Diese Bestimmungen fallen jetzt weg
- VonMia Köhlerschließen
Nach drei Jahren fallen nun die letzten Corona-Regeln weg. Obwohl der Alltag schon länger ein eingekehrt ist, gab es in manchen Sektoren noch Einschränkungen.
Vom Absetzen der Maskenpflicht über das Abschaffen der kostenlosen „Bürgertests“ und dem Aufheben der Isolationspflicht bis hin zum Wegfallen der Testpflicht, die bis vor kurzem noch für Krankenhäuser und Altenheime galt, ist Deutschland einen langen Weg gegangen. Dennoch bedeutet das Ende der pandemiebedingten Schutzmaßnahmen nicht das Ende des Coronavirus, sagt Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen.
Die Normalität kehrt endgültig zurück
Die letzten Schritte in Richtung des gewohnten Lebens geschehen nun zu Ostern. Es fallen Regeln bezüglich der Maskenpflicht in Krankenhäusern und Altenheimen weg sowie Corona-Impfungen für die Einreise nach Deutschland. Obwohl täglich noch mehrere Tausend Ansteckungen gemeldet werden, ist die Corona-Pandemie in Deutschland laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach „erfolgreich überwältigt“.
Diese Regeln werden nun angeschafft
- 1. Die Corona-Impfungen werden als reguläre Versorgung angesehen. Rahmen für den Anspruch auf kostenlose Impfungen ist jetzt eine Richtlinie, doch hält ein Arzt die Impfung für nötig, kann sie über die Gesundheitskasse bezahlt werden.
- 2. Die Corona-Regeln in der Urlaubssaison 2023 zur Einreise nach Deutschland fallen komplett weg. Wo der 3G-Nachweis schon längst nicht mehr benutzt wird, galten noch Regeln für Gebiete mit neuen Virusvarianten.
- 3. Bei Klinik-Entlassungen gelten wieder die Richtlinien wie vor der Pandemie. Krankenhäuser können ihre Patienten für nur noch sieben Tage anstatt 14 mit Leistungen versorgen. Der Übergang zum Hausarzt soll möglichst schnell geschehen, damit dieser die Nachbetreuung übernehmen kann.
- 4. Krankmeldungen müssen wieder persönlich in der Praxis besorgt werden. Während der Pandemie war ein Telefongespräch mit dem Arzt ausreichend und Gesundheitspolitiker, Verbraucherzentralen und Hausärzte äußern sich nun für eine dauerhafte Fortsetzung.
- 5. Ab dem 30. April wird die Corona-Warn-App des Bundes in eine Art Schlafmodus versetzt, sodass sie nicht mehr aktualisiert wird. Somit wird auch die Warnunktion für andere Nutzer nach einem positiven Test abgeschaltet, man kann die App jedoch weiterhin für die Nutzung von elektronischen Impfzertifikaten behalten.
Nach der Pandemie ist vor der nächsten Pandemie.
„Nach der Pandemie ist vor der nächsten Pandemie“, sagt Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen. Ab jetzt kann jede Einrichtung selbst entscheiden, ob eine Maskenpflicht bestehen bleibt. Grünen-Experte Dahmen ist der Meinung, dass der „Reformstau“ im Gesundheitswesen aufgelöst werden muss, damit man besser auf eine mögliche nächste Pandemie vorbereitet ist. Dazu gehört das Bekämpfen des Fachkräftemangels, das Nutzen von Daten und der Digitalisierung, außerdem kann die geplante Krankenhausreform hilfreich sein.
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