„Schraubenkönig“ Würth

Reinhold Würths Immobilien-Imperium – das Eigentum des Milliardärs

Der Baden-Württemberger Milliardär Reinhold Würth besitzt viele Immobilien.
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Der Baden-Württemberger Milliardär Reinhold Würth besitzt viele Immobilien.
  • VonSophia Lavcanski
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Der Hohenloher Milliardär Reinhold Würth ist nicht nur Mitgründer der Firma „Würth“, sondern steht auch im Besitz einer Menge Immobilien. Doch was gehört ihm eigentlich?

Der 88-jährige Reinhold Würth, Mitgründer der Firma „Würth“, die als weltgrößtes Unternehmen für Befestigungstechnik gilt, ist mit einem Vermögen von knapp 30 Milliarden einer der reichsten Menschen der Welt. Würth gründete und besitzt nicht nur eine Firma, sondern auch eine 150 Millionen Euro teure Yacht, eine Sammlung von über 20.000 Kunstwerken und fünf Privatjets inklusive einem Flughafen. Doch welche Immobilien stehen eigentlich alle im Besitz des „Schraubenkönigs“?

Fürstliche Schlösser - so lebt Reinhold Würth

Reinhold Würth kaufte sich im Jahr 1974 das Jagdschloss Hermersberg in Niedernhall, welches in idyllischer Umgebung zwischen Wäldern auf einer Hochebene am See liegt. Nachdem er es ausbauen und renovieren ließ, wurde das Schloss zu seinem neuen Wohnsitz. Bis heute lebt der Milliardär zusammen mit seiner Frau Carmen dort in fürstlicher Umgebung.

Knapp 30 Jahre danach kaufte Würth sich das Schloss Friedrichsruhe, das, ebenso wie das Schloss Hermersberg, aus hohenlohischem Fürstenbesitz stammt. Das Schloss ist bereits über 300 Jahre alt und steht inmitten von Streuobstwiesen und Wäldern. Im Anbau befindet sich das namentlich selbe, 4400-Quadratmeter große Spa, das mit Außen- und Innenbecken, Saunalandschaft und Liegewiese überzeugt. Außerdem gibt es gleich fünf verschiedene Restaurants im Anwesen. Daneben liegt des Weiteren ein gut bespielter Golf-Club mit 27 Loch.

Reinhold Würths Hotels und Restaurants

Im schönen Salzburg besitzt Reinhold Würth die Villa Preuschen, in der er und seine Familie gelegentlich unterkommen. Diese hatte er angekauft aus Verärgerung über die deutsche Steuerstrafsache. Als Würth vor einigen Jahren mit seiner Frau im Mercedes-Cabriolet auf Spazierfahrt war, entdeckte er außerdem das Alte Amtshaus in Ailringen. Sofort kaufte er den Fachwerkbau der katholischen Kirche ab, renovierte es und gründete ein Hotel.

Insgesamt besitzt Reinhold Würth fünf Hotels und Restaurants. Gegenüber „Manager Magazin“ berichtet Würth über seine Hotels: „Es ist eine Mischung aus PR zugunsten des Unternehmens, Wohlwollen für die Region und Erhaltung der Attraktivität dieser Gegend. Und natürlich bringen wir hier auch Gäste der Firma unter.“

„Marbet“ und „Swiridoff“ - Würth in Künzelsau

Zentral an der Hauptstraße von Künzelsau liegt ein Ladenlokal der Firma Marbet. Marbet ist die Filiale des Reise- und Eventhauses, welches von den Würth-Töchtern Marion, die auch einen Demeter-Hofladen betreibt, und Bettina gegründet wurde. Der Firmenname ergibt sich aus den Kürzeln der beiden Namen. Idee hinter der Gründung war es, die vielen Geschäftsreisen der Angestellten von Würth kostengünstiger abwickeln zu können und dabei auch dem allgemeinen Publikum Dienste anbieten zu können.

Auch der hauseigene Verlag „Swiridoff“ Würths hat seinen Sitz in Künzelsau. Namensgeber dessen ist Paul Swiridoff, ein Nachkriegsfotograf und Freund von Würth. Als dieser verstarb übernahm Reinhold Würth den Verlag und verlegt dort mittlerweile Kunstbildbände, Handwerkshandbücher und Managementbreviere.

Über 200.000 Kunstwerke - Würths Kunstsammlung und Museen

In der Kunstsammlung von Reinhold Würth, die aus knapp 200.000 Werken besteht, finden sich Bilder von großen Künstlern wie Picasso, aber auch moderne Werke von Antony Gormley, Tony Cragg oder Christo und Jeanne-Claude. Er berichtet von seiner Leidenschaft auf der Seite der Firma Würth: „Meine Beschäftigung mit der Kunst habe ich immer als emotionalen Gegenpol zur Rationalität meines Kaufmannsberufs empfunden.“

Die Sammlung Würth, die sich in Firmenbesitz befindet, zählt zu den bedeutendsten privaten Kunstsammlungen Europas und umfasst rund 500 Jahre Kunstgeschichte. In Deutschland gibt es fünf Ausstellungshäuser, zwei davon in Schwäbisch Hall und drei in Künzelsau. Außerdem gibt es europaweit zehn weitere Kunstdependancen, verteilt in Dänemark, Österreich, Holland, Norwegen, Italien, Belgien, Schweiz und Spanien.

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