ÖPNV, Kita, Müllabfuhr

Großer Streiktag in Stuttgart und Verdi-Demo am Mittwoch – diese Bereiche sind betroffen

Warnstreik öffentlicher Dienst - Stuttgart
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Demonstranten nehmen an einer Verdi-Kundgebung teil. (Archivfoto)

Erneut findet in Stuttgart ein großer Warnstreik inklusive Demo statt. Vorerst soll es der letzte Streik sein. Verdi fordert 10,5 Prozent mehr Lohn.

In der Landeshauptstadt Stuttgart findet am Mittwoch, 22. März, erneut ein großer Streik statt – und somit kurz vor der dritten Verhandlungsrunde des öffentlichen Dienstes. Es soll die bisher größte Streikkundgebung werden. Beteiligt an dem Warnstreik am Mittwoch sind diesmal Stuttgarter Straßenbahnen (SSB), die Müllabfuhr, Kindertagesstätten und Bäder. Dadurch könnte es zu erheblichem Personalmangel in den genannten Bereichen kommen, auf den Stuttgarter besser gefasst sein sollten.

Großer Streiktag am Mittwoch hat besonders Auswirkungen auf den ÖPNV in Stuttgart

Nachdem vergangenen Freitag am Flughafen Stuttgart alle Flüge gestrichen wurden, trifft der Streik am Mittwoch nun den Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) in Stuttgart. Die Deutsche Bahn fährt immerhin mit S-Bahnen, Regionalzügen und dem Fernverkehr weiter wie gewohnt. Auch der Busverkehr in den Verbundlandkreisen ist nicht betroffen. Nach Alternativen kann schon jetzt in der elektronischen Fahrplanauskunft geschaut werden.

Da in Stuttgart und Esslingen jedoch auch bestimmte Linien von Privatunternehmen sind, gibt es einige Linien die vom Streik nicht betroffen sein werden:

  • Zwischen Feuerbach, Sommerrain, Schmiden oder Untertürkheim: Linien 53, 54, 58 und 60
  • Lokale Linien: 64 zum Frauenkopf, 66 innerhalb Sillenbuchs und 90 rund um Korntal und Weilimdorf
  • Filder Linien: 73er zwischen Degerloch und Neuhausen,119 nach Denkendorf, 120 Richtung Neuhausen, 122 zum Flughafen, 130 und 131 Richtung Heumaden
  • Über den Schurwald: Expressbus X20 nach Waiblingen, 106er und 114er Richtung Baltmannsweiler und Aichwald
  • Richtung Plochingen: Linie 140 unverändert.

Wie die Gewerkschaft Verdi mitteilt, findet am Mittwoch um 10:30 Uhr eine Auftaktkundgebung in Stuttgart auf dem Schlossplatz statt. Um 11 Uhr beginnt dann die große Demonstration. Die Abschlusskundgebung soll gegen 12 Uhr stattfinden.

Trotz „letztem großen Warnstreik“: Auch in der darauf folgenden Woche kann es für einige zu Problemen kommen

Noch schmerzhafter als der Streik am Mittwoch könnte es jedoch besonders für Bus- und Bahnfahrer am nächsten Montag, 27. März, werden. An diesem Tag will nicht nur Verdi in ganz Deutschland streiken, auch ein Streik der Bahngewerkschaft EVG dürfte für starke Beeinträchtigungen sorgen. Zu einem Totalausfall aller Züge wird es wohl nicht kommen. Dennoch sollte sich darauf eingestellt werden, dass öffentliche Verkehrsmittel an diesem Tag eher gemieden werden sollten.

Gefordert werden von der Verdi 10,5 Prozent mehr Lohn (auf zwölf Monate), jedoch mindestes 500 Euro Brutto mehr im Monat. Darüber entschieden wird in der dritten Verhandlungsrunde vom 27. bis 29. März in Potsdam. Der Streik soll wohl vorerst der letzte umfassende Streik sein. Dennoch könnte es auch am nächsten Montag, dem 27. März, erneut zu erheblichen Ausfällen im ÖPNV kommen.

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