Flache Hierarchien und Gespräche

Würth-Enkel verrät: So soll die Zukunft des Schrauben-Imperiums aussehen

Seit 2023 ist Benjamin Würth, Enkel von Reinhold Würth, stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats. Er erklärt, was ihm fürs Unternehmen wichtig ist.

Beim Unternehmen Würth aus Künzelsau blickt man mit klaren Vorstellungen in die Zukunft. Für Benjamin Würth, Enkel des Unternehmers Reinhold Würth, ist dabei speziell eine Sache „eine große Herausforderung“. Er möchte den Konzern trotz seiner Größe auch weiterhin familiär halten.

Wie die Deutsche Presse-Agentur“ schreibt, gab der 41-Jährige am Dienstag in Schwäbisch Hall im Rahmen einer Veranstaltung der „Wirtschaftswoche“ einen Einblick in die Zukunftsplanungen des Weltmarktführers im Großhandel und in der Herstellung von Befestigungs- und Montagetechnik.

Würth will Mitarbeiter nicht zu einer Nummer im Konzern machen

Für Benjamin Würth gehe es demnach darum, „die Hierarchien flach zu halten und miteinander reden zu können“. Mitarbeiter sollten nicht plötzlich einfach nur eine Angestelltennummer sein. Würth: „Dann könnten wir auch eine Aktiengesellschaft sein und das wollen wir mit ganz großer Sicherheit nicht.“

Würth-Erbe Benjamin Würth verrät, wie er sich die Firma wünscht.

Der Enkel des Firmen-Gründers Reinhold Würth, ist seit Anfang des Jahres stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats. Und er hat bereits jetzt eine klare Vorstellung davon, wo es mit dem Unternehmen hingehen soll. Der von seinem Großvater aufgebaute Konzern aus Künzelsau (Hohenlohekreis) kratze, dem dpa-Bericht nach, vorläufigen Zahlen zufolge beim Umsatz im vergangenen Jahr Anstieg um rund 17 Prozent an der 20-Milliarden-Euro-Marke und erzielte damit einen Höchstwert

Besondere Anforderungen an die Mitarbeiter bei Würth

Die Zahlen können sich durchaus sehen lassen. Das Betriebsergebnis vor Steuern stieg von rund 1,3 Milliarden auf 1,5 Milliarden Euro. Das Nettoergebnis will Würth Anfang Mai auf der Bilanzpressekonferenz veröffentlichen. Für die Würth-Gruppe arbeiten nach Unternehmensangaben mehr als 85.600 Menschen. 2022 seien den eigenen Angaben zufolge noch 2.454 hinzugekommen.

Bei den Mitarbeitern machte Reinhold Würth zuletzt deutlich, was er erwartet. Mit seinen Aussagen zu seinen Einstellungsanforderungen sorgte der Schrauben-König zuletzt für einige Diskussionen im Netz.

Rubriklistenbild: © Marijan Murat/dpa/Archivbild/Collage: Bremer /echo24.de

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