Elon Musk besucht CureVac
Elon Musk zu Besuch bei CureVac in Tübingen: Kommt der Einstieg des Tesla-Chefs? Klare Ansage!
VonSimon Monesschließen
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Elon Musk hat bei einer Deutschland-Reise auch CureVac in Tübingen besucht. Das entfachte Gerüchte: Will der Tesla-Chef beim Impfstoff-Entwickler einsteigen?
- CureVac arbeitet an einem Impfstoff gegen das Coronavirus.
- Bereits seit mehreren Jahren arbeitet man mit Tesla zusammen.
- Beim Besuch von Elon Musk in Tübingen machten Gerüchte um einen möglichen Einstieg die Runde.
Elon Musk zu Besuch bei CureVac: Einstieg des Tesla-Chefs? Klare Ansage!
Update vom 3. September: Was hat der überraschende Besuch von Tesla-Chef Elon Musk bei CureVac in Tübingen zu bedeuten? Steckt vielleicht doch mehr dahinter als ein unverbindliches Gespräch? Gerüchte machten die Runde, dass Musk an einer möglichen Beteiligung an CureVac interessiert sei.
Das Biotech-Unternehmen CureVac aus Tübingen ist derzeit vor allem wegen seiner Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus im Gespräch und gilt als deutscher Hoffnungsträger, erst kürzlich ging es an die Börse. CureVac-Eigner Dietmar Hopp erklärte im Interview, was den Impfstoff von der Konkurrenz abheben werde.
Elon Musk hingegen wird nicht nur für seine E-Autos gefeiert, sondern für weit mehr Projekte in unterschiedlichsten Bereichen – mit SpaceX baut er zum Beispiel Raketen für die Raumfahrt.
#ElonMusk arrives at #cducsu event in Berlin. Asked if the cameras in his car livestream to the U.S., Musk laughs and says: “it’s not true” #tesla pic.twitter.com/jtZQZ0b99V
— Arne Delfs (@ArneDelfs) September 2, 2020
Einstieg von Tesla-Chef Elon Musk bei CureVac? Das sagt Dietmar Hopp
An den Spekulationen sei nichts dran, teilte ein CureVac-Sprecher am Mittwoch gegenüber der dpa mit. Fokus der Gespräche sei ausschließlich das gemeinsame Projekt gewesen. Von einer Beteiligung von Elon Musk an CureVac sei keine Rede gewesen. "Es gibt jetzt keine konkreten Ergebnisse, dass irgendwas beschlossen worden wäre", sagte der Sprecher in Tübingen.
Haupteigentümer von CureVac, Dietmar Hopp, erklärte gegenüber Merkur.de, man sehe ein sehr großes Potenzial in der Zusammenarbeit mit Elon Musk. Ein klares Nein gab er zu den Gerüchten über einen Einstieg des Tesla-Gründers bei CureVac. Dabei handle es sich um "reine Fantasie".
Elon Musk in Tübingen: Tesla und CureVac kooperieren bereits
Bereits seit Längerem kooperieren CureVac und die Tesla-Tochter Grohmann, die ihren Sitz in Rheinland-Pfalz hat. Dabei geht es um die mRNA-Technologie. Es geht vereinfacht gesagt um tragbare Fertigungen für die Entwicklung neuer Impfstoffe und Arzneimittel.
Spezielle Drucker, die wie kleine Minifabriken funktionieren, sollen laut der Deutschen Presse-Agentur Impfstoffkandidaten und andere mRNA-basierte Therapeutika bald vollautomatisch produzieren können. mRNA ist eine Art Botenmolekül, in dem die Bauanleitung zur Herstellung von Proteinen steckt.
CureVac/Tesla: Überraschender Besuch von Elon Musk - Das steckt hinter der Reise
Erstmeldung vom 1. September: Was haben der US-Elektroautomobilhersteller Tesla und das Tübinger Unternehmen CureVac gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht allzu viel – sind beide Firmen doch in gänzlich unterschiedlichen Branchen unterwegs.
Und doch gibt es Verbindungen zwischen Tesla und CureVac. Beide Unternehmen profitieren auf eine gewisse Weise von der aktuellen Corona-Krise. Tesla gehört zu den wenigen Automobilherstellern, die trotz der Coronavirus-Pandemie einen Gewinn verbuchen konnten, während beispielsweise Daimler einen Milliardenverlust verbuchte.
CureVac/Tesla: Elon Musk besucht auch Tübingen
CureVac wiederum entwickelt einen vielversprechenden Impfstoff gegen das Coronavirus und um diese Forschung weiter finanzieren zu können, ging das Tübinger Unternehmen erst kürzlich an die US-Börse. Dort wird auch Tesla gehandelt und ist inzwischen mehr wert als der baden-württembergische Automobilkonzern Daimler, der einst Anteile an dem Start-up hatte.
That & Giga Berlin are why I’m headed to Germany this week. Conversations with Harvard epidemiology confirmed that a high-speed RNA printer has potential be helpful for vaccines & cures in many areas.
— Elon Musk (@elonmusk) August 30, 2020
Tesla-Chef Elon Musk ist derzeit auf Deutschland-Reise. Das hatte er auf Twitter angekündigt. Dabei steht neben einem Besuch auf der Baustelle der Gigafactory in Grünheide bei Berlin auch eine Stippvisite in Tübingen bei CureVac auf dem Plan.
Am Dienstag war es soweit: Begleitet von Schaulustigen und bekleidet mit einem schwarz-weißen Tuch als Maske ging Elon Musk bei CureVac in Tübingen von Gebäude zu Gebäude.
Tesla, as a side project, is building RNA microfactories for CureVac & possibly others
— Elon Musk (@elonmusk) July 2, 2020
CureVac/Tesla: Zusammenarbeit seit vier Jahren
"Tesla baut als Nebenprojekt RNA-Mikrofabriken für CureVac und möglicherweise andere", erklärte Musk laut der Deutschen Presse-Agentur auf Twitter. Die beiden Unternehmen würden bereits seit etwa vier Jahren zusammenarbeiten.
Wie der Mannheimer Morgen von einem der drei Geschäftsführer des Hauptinvestors Dieveni, Christof Hettich, erfuhr, besucht Elon Musk Deutschland am Dienstag und Mittwoch.
Tesla selbst nannte zunächst keine weiteren Details zum Besuch des 49-Jährigen. Auch CureVac hängt den Besuch aus den USA keineswegs an die große Glocke. Eine Ankündigung, dass Musk vorbeischaut, sucht man hier jedenfalls vergebens.
Tesla will vom Sommer nächstes Jahr an in Grünheide rund 500.000 Fahrzeuge im Jahr produzieren. Dafür sind bei dem Elektroautobauer 12.000 Arbeitsplätze geplant.
Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa



