Stadt erhebt Mietspiegel

„Straffer Mietenanstieg“: So viel müssen Heilbronner für die Wohnung zahlen

  • Adrian Kilb
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Die Stadt Heilbronn hat die durchschnittlichen Mietpreise für 2024 ermittelt. Das Ergebnis fällt ernüchternd aus. So viel muss pro Quadratmeter gezahlt werden.

Mit den Großunternehmen Lidl, Kaufland, Würth und Audi zählt die Region Heilbronn auch zu beliebten Ballungsräumen in Deutschland. Zahlreiche Menschen zieht es als Arbeitskräfte in die Region – nur wo diese alle eine bezahlbare Unterkunft in der Nähe finden sollen, weiß keiner so recht. Die Baubranche steckt in der Krise und bundesweit fehlen Hunderttausende Wohnungen. Der Deutsche Mieterbund warnt deshalb vor einem weiteren drastischen Anstieg der Mieten.

Auch in Heilbronn müssen die Menschen immer mehr für ihre Mietwohnung berappen. Die Stadt Heilbronn hat rund 8.000 zufällig ausgewählte Mieter und Vermieter befragt, davon nahmen zirka 6.900 Menschen an der Umfrage teil. Das Ergebnis fällt ernüchternd aus. Demnach liegt das generelle Mietspiegel-Niveau durchschnittlich bei 8,88 Euro pro Quadratmeter, wie die „Heilbronner Stimme“ berichtet. Zum Vergleich: 2020 lag der Wert noch bei 7,72 Euro je Quadratmeter. Der Mietspiegel dient laut der Stadt Heilbronn Mietern und Vermietern als Orientierung beim Abschluss neuer Mietverträge.

Auch in der Stadt Heilbronn wird das Wohnen teurer.

Mietspiegel für Heilbronn erhoben: „Straffer Anstieg der Mieten“

„Der Mietspiegel findet Anwendung für frei finanzierte Mietwohnungen. Er gilt jedoch nicht für beispielsweise mietpreisgebundene Wohnungen, Ein- und Zweifamilienhäuser, möblierte Wohnungen, Studentenwohnheime oder Seniorenheime“, informiert die Stadt Heilbronn dazu.

Dass der erhobene Mietpreiswert so hoch ausfällt, sorgt für Kritik aus der Politik. „Das ist ein straffer Anstieg der Mieten um 15 Prozent in vier Jahren“, sagt SPD-Stadtrat Rainer Hinderer (SPD). Ein Großteil der Wohnungen sei zudem noch erheblich teurer. Was andere Politiker zum Ergebnis des Mietpreisspiegels sagen, ist exklusiv bei der „Heilbronner Stimme“ zu lesen. Der Mietspiegel, der vom 1. August 2024 bis zum 31. Juli 2026 gültig ist, hat keine bindende Wirkung, dient aber als Grundlage zur Ermittlung der Miete für öffentlich geförderte Mietwohnungen.

zimbo/ak

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