Werk in Zwickau

Wegen schwacher E-Auto-Nachfrage: VW will 1.000 Angestellte entlassen

  • Simon Mones
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Volkswagen spürt die sinkende Nachfrage nach Elektroautos. Bis Ende 2025 sollen rund 1.000 Stellen in Zwickau gestrichen werden. Eine Entscheidung soll bald fallen.

Die Elektromobilität steckt in Deutschland in einer Krise. Seit Monaten sind die Zulassungszahlen rückläufig. Das bekommt auch Volkswagen zu spüren. Der Wolfsburger Autobauer will wegen der geringen Nachfrage nach Elektroautos nun bis Ende 2025 rund 1.000 Stellen in Zwickau streichen, wie die Freie Presse berichtet.

VW will 1.000 Stellen streichen: Entscheidung soll im August fallen

Das Werk wurde bereits Anfang 2022 vollständig auf Elektroautos umgestellt. Neben Fahrzeugen von Volkswagen laufen dort auch Stromer der Tochtermarken Audi und Cupra vom Band. Derzeit sind etwa 9.400 Mitarbeiter in Zwickau beschäftigt, was mehr sind als vor der Umstellung von Verbrenner auf Elektromodelle.

Rund 1.000 Verträge sollen in Zwickau nicht verlängert werden.

Betroffen sind 1.000 Angestellte, deren Arbeitsverträge Ende 2025 auslaufen. Diese sollen nicht verlängert werden. Im August 2024 wird endgültig über den Umfang des Stellenabbaus entschieden, wie ein Unternehmenssprecher der Tagesschau erklärte. Der Betriebsrat wollte sich am Montag (2. Juli) zunächst nicht zu den Personalplänen äußern.

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VW will flexibel bleiben und auf Konjunktur reagieren

Bereits 2023 hatte Volkswagen in Zwickau die Verträge von Hunderten befristeten Mitarbeitern nicht verlängert. Zudem wurde auf einen Zwei-Schicht-Betrieb umgestellt. Auch in Emden reagierte man damals auf die schwache Nachfrage und drosselte die Produktion des ID.7 und ID.4.

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Der Konzern möchte in Zwickau flexibel bleiben, um bei einer anziehenden Konjunktur und steigender Nachfrage nach deutschen Elektroautos die Produktion wieder hochfahren zu können. Dort werden neben Elektroautos auch Sonderfahrzeuge für Einsatzkräfte sowie Karosserien für die Luxusmarken Bentley und Lamborghini produziert.

Rubriklistenbild: © Oliver Killig/VW

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