Regierung bremste Förderung aus

Nach Stopp von E-Auto-Prämie: Diese Marken zahlen Umweltbonus trotzdem

  • Josefine Lenz
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Wer ein E-Auto kaufen oder leasen möchte, erhält keine Umweltprämie mehr vom Staat. Einige Auto-Marken zahlen nun den Bonus aus eigener Tasche.

Wer ein E-Auto kaufen wollte, der konnte eine Zeit lang von einer Umweltprämie profitieren. Nun wurde diese jedoch Mitte Dezember von der Bundesregierung abgeschafft. Autofahrer können also keine neuen Anträge mehr für einen Umweltbonus stellen. Doch einige Auto-Hersteller haben sich bereit erklärt, selbst in die Taschen zu greifen und für Käufer eine Prämie auszuzahlen.

Umweltbonus für E-Auto: Regierung stoppt Förderung im Dezember

Doch warum wurde die Umweltprämie – wie es eigentlich vorgesehen war – für das Jahr 2024 nicht verlängert? Hintergrund ist ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Demnach fehlen im Klima- und Transformationsfonds rund 60 Milliarden Euro. Um Geld nun wieder einzusparen, hat die Regierung die E-Auto-Förderung ausgebremst.

Wer seinen Antrag auf einen Umweltbonus aber vor dem 17. Dezember eingereicht hat, der wird das Geld noch erhalten. Wichtig ist aber: Für die Förderung gilt nicht der Abschluss eines Kauf- oder Leasingsvertrags, sondern das Datum der Zulassung. Wer nach dem 17. Dezember sein Auto zugelassen hat, erhält keine staatliche Förderung.

Was ist eine Umweltprämie?

Der Umweltbonus wurde 2016 eingeführt, um den Absatz von E-Autos anzukurbeln. Die Prämie setzte sich aus dem Herstelleranteil und einem Bundesanteil inklusive Innovationsprämie zusammen.

Nach Prämien-Aus für E-Autos: Diese Hersteller zahlen Förderung selbst

Doch Autofahrer, die sich ab 2024 ein E-Auto anschaffen wollen, können dennoch aufatmen. Wie der ADAC berichtet, haben sich zahlreiche Auto-Hersteller dazu bereiterklärt, die Prämie selbst zu übernehmen und auszuzahlen. „Wie genau, ist allerdings sehr unterschiedlich: Manche Hersteller übernehmen den staatlichen Anteil an der Kaufprämie für Privatkunden bis zum Jahresende 2023, andere erweitern die Zusage bis Mitte nächsten Jahres oder zahlen 2024 zumindest den Herstelleranteil weiter“, erklärt der ADAC.

Wer also eine Umweltprämie noch abstauben will, sollte also schnell reagieren und beim Händler direkt nachfragen. Diese Automarken wollen eine Umweltprämie anbieten:

  • Audi
  • BYD
  • Dacia
  • Fisker
  • Hyundai
  • Kia
  • Mercedes
  • MG
  • Nio
  • Nissan
  • Polestar
  • Seat/Cupra
  • Smart
  • Skoda
  • Stellantis-Konzern
  • Subaru
  • Tesla
  • Toyota/Lexus
  • Volkswagen
  • Volvo

E-Auto-Prämie: Herstelleransteil wird vom Kaufpreis errechnet

Der Herstelleranteil der Umweltprämie wird direkt mit dem Kaufpreis verrechnet und beträgt immer die Hälfte der staatlichen Förderung. Beispielrechnung: Kostet ein Neuwagen 45.000 Euro, so zahlen die Hersteller 1.500 Euro. Der Staat hätte 3.000 Euro übernommen, was schließlich eine E-Auto-Prämie von 4.500 Euro ergeben würde.

Ab 2024 gelten für Autofahrer noch weitere Änderungen, unter anderem wird der Sprit teurer und einige Jahrgänge müssen ihren Führerschein umtauschen.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Bihlmayerfotografie/ serienlicht/ Fotomontage: echo24.de

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