Experten erklären
TÜV und Hauptuntersuchung – Autofahrer sollten Unterschied kennen
VonLisa Kleinschließen
„Mein Auto braucht mal wieder TÜV“ – ein Satz, den viele Fahrzeughalter sicher schon mal gesagt haben. Doch das ist so nicht ganz richtig. Strenggenommen ist es nicht „TÜV“, was ein Auto braucht.
Auf Autofahrer kommen im neuen Jahr einige Änderungen zu. Vor allem wird für Autofahrer 2024 einiges teurer. Eine Sache bleibt aber gleich: Wer am Straßenverkehr teilnehmen möchte, braucht für sein Auto „TÜV“. Wobei das so nicht ganz richtig ist. Denn: Dass ein Auto „TÜV“ braucht, ist umgangssprachlich, klärt der „ADAC“ auf. Fahrzeuge brauchen eigentlich was ganz anderes. Und selbst für diesen Termin müssen Autofahrer in Zukunft tiefer in die Taschen greifen. Zudem kommt auf Autofahrer ein Mehraufwand zu, wie „ruhr24.de“ berichtet.
Wichtiger Unterschied zwischen „TÜV“ und „Hauptuntersuchung“ – das machen viele Autofahrer falsch
Fahrzeuge brauchen nicht regelmäßig „TÜV“, Fahrzeuge müssen regelmäßig zur „Hauptuntersuchung“ (HU). „TÜV“ ist lediglich die Abkürzung für den „Technischen Überwachungsverein“, der die Untersuchung durchführt. Die Hauptuntersuchung ist für Autohalter in Deutschland Pflicht: Neuwagen müssen nach drei Jahren zur Haupt- und Abgasuntersuchung, „danach wechselt das Prüfintervall in den Zweijahresrythmus“, erklärt der „ADAC“.
Umgangssprachlich versteht zwar jeder, was gemeint ist, wenn gesagt wird, das Auto brauche „TÜV“ – korrekt wäre aber eigentlich, dass das Fahrzeug zur Hauptuntersuchung muss. Diese stellt die „Verkehrssicherheit, Vorschriftsmäßigkeit und Umweltverträglichkeit“ der Fahrzeuge sicher, erklärt der „ADAC“ weiter.
Hat das Fahrzeug keine wesentlichen Mängel, besteht es in der Regel die Hauptuntersuchung. Ist die Hauptuntersuchung durchgeführt und bezahlt, erhalten Autofahrer eine Prüfplakette für das Kfz-Kennzeichen und erhält einen Stempel im Fahrzeugschein.
Werden während der „HU“ Mängel am Fahrzeug festgestellt, müssen diese behoben werden und das Fahrzeug muss innerhalb eines Monats zur Nachprüfung.
Hauptuntersuchung ist nicht gleich „TÜV“ – wo sie noch gemacht werden kann
Inzwischen gibt es übrigens auch andere technische Prüfstellen, welche die „HU“ durchführen dürfen wie die „Gesellschaft für Technische Überwachung“ (GTÜ) oder die „Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger“ (KÜS). Dass es jedoch „TÜV“ in unseren Sprachgebrauch geschafft hat, liegt daran, dass der „Technische Überwachungsverein“ früher das Monopol für die Untersuchungen hatte.
echo24.de erklärt, wie Autofahrer die TÜV-Plakette richtig lesen und für welche Jahre die Farben stehen. Wer mit einem Fahrzeug ohne TÜV-Plakette unterwegs ist und erwischt wird, muss mit hohen Bußgeldern und sogar Punkten in Flensburg rechnen. Die Strafen werden immer höher, je länger das Fälligkeitsdatum für die Hauptuntersuchung zurückliegt.
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