Aus dem Jahr 2022

Gewalt, Diebstahl, Waffen: Die gefährlichsten Bahnhöfe Deutschlands

Passantinnen hinter Schild mit Schriftzug Hauptbahnhof in München
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Wie ist es um die Sicherheit an deutschen Bahnhöfen bestellt? Daten der Bundesregierung zeigen, dass nicht nur die Großstadt-Hauptbahnhöfe von Kriminalität betroffen sind.
Wandelhalle im Hauptbahnhof Hamburg
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Auf das gesamte Jahr 2022 gesehen, passieren am Hamburger Hauptbahnhof die meisten Gewaltdelikte. Und auch bei den Eigentumsdelikten liegt der Bahnhof der Hansestadt ganz vorne. Ein Sprecher der Deutschen Bahn erklärte jedoch laut dem Hamburger Abendblatt: „Am Hauptbahnhof ereignen sich im Durchschnitt jeden Tag weniger als zwei Gewaltdelikte. Gemessen an der Zahl der Reisenden, Passanten und Besucher ist das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, sehr gering.“
Hauptbahnhof mit Ernst-August-Denkmal
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Zu Gewalt kommt es auch am Hauptbahnhof Hannover – er folgt im Ranking gleich nach Hamburg. Zudem werden am Bahnhof von Niedersachsens Landeshauptstadt zahlreiche Fälle von Kriminalität mit Waffen gezählt. Im ersten Halbjahr 2022 lag sie in dieser Kategorie sogar deutschlandweit an der Spitze.
Hauptbahnhof Nürnberg
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Auch in der mittelfränkischen Großstadt Nürnberg kommt es des Öfteren zu Kriminalität: In der Kategorie Gewaltdelikte belegt ihr Hauptbahnhof den 3. Platz auf das gesamte Jahr gesehen. Im ersten Halbjahr 2022 lag sie sogar noch auf dem 2. Rang.
Bahnsteighalle des Kölner Hauptbahnhofs
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Sowohl bei den Eigentums- als auch den Betäubungsmitteldelikten tut sich der Kölner Hauptbahnhof hervor. Zwar ist er nicht der Bahnhof mit den meisten Vorfällen, allerdings befindet er sich in beiden Kategorien auf dem 2. Platz.
Die komplette Umgestaltung des Hauptbahnhofs in Frankfurt soll wohl in den frühen 2030er Jahren abgeschlossen sein.
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Das Bahnhofsviertel von Frankfurt ist schon seit Langem für seine Rauschgiftszene bekannt. Auffällig wird er laut Daten der Bundesregierung allerdings nicht für Kriminalität im Bereich Betäubungsmittel, sondern bei den Eigentums- und Sexualdelikten – hier belegt der Bahnhof jeweils den dritten Platz.
Eingang Bertha-von-Suttner-Platz zum Hauptbahnhof Düsseldorf
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Düsseldorf findet sich ebenfalls unter den gefährlichsten Bahnhöfen in Deutschland wieder. Hier sorgen auf das gesamte Jahr 2022 gesehen vor allem Kriminalität bezüglich von Betäubungsmitteln (3. Platz) und Waffen (2. Platz) für eine negative Statistik.
Eingang zum Hauptbahnhof in Dortmund
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Vor Düsseldorf liegt aber noch Dortmund: Der Hauptbahnhof der nordrhein-westfälischen Stadt zählt sowohl die meisten Betäubungsmittel- als auch Waffendelikte in ganz Deutschland.
Eingang zum Hauptbahnhof Berlin
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Obwohl Berlin mit 3,85 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt Deutschlands ist, ist der Bahnhof nur auf Platz 4 der meistbesuchten Bahnhöfe des Landes, wie es laut Deutscher Bahn heißt. Auch bei der Kriminalität befindet sich Berlin eher auf den hinteren Rängen – allein bei den Eigentumsdelikten belegte die Hauptstadt im ersten Halbjahr 2022 den 3. Platz. Auf das Gesamtjahr gesehen wird dieser Rang vom Frankfurter Bahnhof eingenommen, während Berlin nicht mehr unter den Top 3 auftaucht.
Eingang zum Hauptbahnhof Essen
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Der Hauptbahnhof in Essen taucht ebenfalls nur im ersten Halbjahr 2022 bei den Daten der Bundesregierung auf. In der Kategorie Betäubungsmitteldelikte belegte er den dritten Platz, auf das Gesamtjahr gesehen taucht er aber nicht mehr bei den drei am häufigsten betroffenen Bahnhöfen auf.
  • Franziska Kaindl
    VonFranziska Kaindl
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Kriminalität an Bahnhöfen ist keine Seltenheit. Aber davon sind nicht unbedingt immer die deutschen Großstädte betroffen. Wo es am häufigsten zu Delikten kommt.

Insgesamt 23.110 Gewaltdelikte hat es 2022 an deutschen Bahnhöfen gegeben, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD hervorgeht. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein großer Anstieg – hier lag die Zahl noch bei 16.679 Fällen. Hinzu kommen Fälle von tausende Sachbeschädigungen, Drogendelikte oder Waffendelikte. Allerdings sind die Zahlen aufgrund der Corona-Pandemie nicht unbedingt vergleichbar.

Die Deutsche Bahn weist laut dem Branchenportal FVW darauf hin, dass Bahnhöfe in Relation dennoch sicherer seien, als der übrige öffentliche Raum. Am Hamburger Bahnhof allein würden täglich im Durchschnitt 540.000 Reisende und Besucher unterwegs sein. Daher wären zwei Gewaltdelikte pro Tag eher gering.

Rubriklistenbild: © Ralph Peters/Imago

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