Theoretische Führerschein-Prüfung

Fragen zur Führerschein-Prüfung: Diese Aufgaben bringen Autofahrer ins Schwitzen

  • Tobias Becker
    VonTobias Becker
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Die Führerscheinprüfung hält viele knifflige Fragen für die Prüflinge bereit. Aber: Auch gestandene Autofahrer haben mit manchen Fragen noch Probleme.

Für viele Menschen in Heilbronn und anderen Regionen Baden-Württembergs die Führerscheinprüfung einer der aufregendsten Tests in ihrem Leben. Andere stehen derzeit direkt davor und haben vielleicht schon gehört, dass die Durchfallquote in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist. Doch während in der theoretischen Fahrprüfung noch zufällige Fragen aus allen möglichen Bereichen gestellt werden können, wissen oft sogar erfahrene Führerscheinbesitzer die richtigen Antworten nicht mehr.

Theorieprüfung für den Führerschein: Jeder Dritte fällt durch

Es gibt Fragen, für die bei der Führerscheinprüfung fast schon Fehlerpunkte eingerechnet werden können. Gut, dass erst ab 10 Fehlerpunkten die Prüfung wiederholt werden muss. Wenn es blöd läuft, ist dennoch bei zwei falsch beantworteten Fragen eine Ehrenrunde nötig. Dabei sind manche Fragestellungen so speziell, dass es keine Rolle spielt, ob Führerscheinanwärterin oder langjähriger Autofahrer – die Antwort ist häufig falsch.

Beängstigend: Sind 2008 noch 32,3 Prozent der Geprüften gescheitert, sind es 2021 schon 36,2 Prozent gewesen, wie „t-online.de“ berichtet. Glück für Baden-Württemberg: Hierzulande sind „nur“ 26,7 Prozent gescheitert, wie das „Kraftfahrtbundesamt“ zeigt. Die Fragen sind dabei nicht viel anders. Bei einigen reicht es, ordentlich zu lernen. Andere wiederum lassen sich schon mit etwas Erfahrung oder logischem Denken beantworten. Manche Menschen müssen sogar die Fahrerlaubnis erneuern, da sie nun erlischt. Doch welche Fragen in den Führerscheinprüfungen sind besonders heftig?

Hätten Sie es gewusst? Diese Führerschein-Fragen sind für viele Prüflinge fatal

In der Führerscheinprüfung müssen je nach Führerscheinklasse zwischen 20 und 40 Fragen beantwortet werden, schreibt der „ADAC“. Wer Autofahren will, muss 30 Fragen beantworten, von denen 20 zum Grundstoff gehören und zehn spezieller sind. Da wird es dann oft auch brenzlig, denn manche Fragen sind sogar für langjährige Autofahrer nichts. Dazu kommt, dass es immer wieder Änderungen beim Führerschein und auch den Fragen gibt. Probieren Sie es doch mal aus:

  • Frage 1: Sie fahren 50 km/h, haben 1 Sekunde Reaktionszeit und führen eine normale Bremsung durch. Wie lang ist der Anhalteweg nach der Faustformel?
  • Frage 2: Sie überholen auf einer Autobahn. Von hinten nähert sich ein Pkw mit hoher Geschwindigkeit, Lichthupe und eingeschaltetem Blinker. Wie verhalten Sie sich?
  • Frage 3: Welchen Mindestabstand von einer Ampel muss ein Fahrzeug beim Halten einhalten, wenn diese durch das Fahrzeug verdeckt würde?
  • Frage 4: Woran kann es liegen, dass Ihr Lenkrad während der Fahrt flattert?
  • Frage 5: Wozu kann eine plötzliche Verschlechterung des Fahrbahnzustandes führen?

In der theoretischen Führerscheinprüfung sind es meist Multiple-Choice-Fragen, also mehrere Antworten können stimmen. Außerdem werden die Antwortmöglichkeiten meist vorgegeben. Dennoch fallen viele Menschen durch, wie die Statistik lehrt. Jeder Dritte, in manchen Bundesländern (Hamburg, 45 Prozent) sogar fast jeder Zweite! Dabei beginnt die Vorbereitung auf den Führerschein theoretisch schon in ganz jungen Jahren.

Vorbereitung auf den Führerschein beginnt schon im Kindesalter

Schon als Kind ist es wichtig, mit dem Straßenverkehr konfrontiert zu werden. Etwas, dass vor einigen Jahren noch völlig normal zu sein schien, heutzutage wohl nachlässt. So fordert Jürgen Kopp, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände, gegenüber dem „Zdf“: „Schon in den Kindergärten und Schulen müsste es wieder viel mehr Verkehrserziehung geben.“

Kinder machen Experten zufolge weniger Erfahrungen im Straßenverkehr. Das liegt zum einen daran, dass sie überall hingefahren werden und die Wege nicht mehr selbst zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Zum anderen wird während der Fahrt Ablenkung per Handy oder Spielkonsole geschaffen, während Kinder früher öfters auf die Straße geachtet haben. Darauf verweist Georg Meier vom bayerischen Fahrlehrerverband im „Zdf“.

Die Antworten auf die heftigen Führerschein-Fragen

Erfahrungswerte aus der Kindheit helfen sicher auch später – und vielleicht erklären Eltern dann manche Fahrregel auch noch, die bei der theoretischen Prüfung gestellt wird. Gesetzt den Fall, sie wissen die Antwort. Für die obigen Fragen gelten übrigens folgende Antworten, wobei das Plus angibt, dass mehrere Ankreuzmöglichkeiten zur richtigen Lösung dazugehören:

Antwort Frage 140 Meter
Antwort Frage 2Ich überhole zügig weiter + Ich wechsle frühestmöglich in den rechten Fahrstreifen
Antwort Frage 310 Meter
Antwort Frage 4Räder haben Unwucht + Federung ist schadhaft + Stoßdämpfer sind defekt.
Antwort Frage 5Zu Schleuder- und Rutschgefahr + Zu veränderten Reifengeräuschen.

Immerhin: In der theoretischen Fahrprüfung haben Prüflinge die Antworten vorgegeben, müssen nur noch wählen, welche alles richtig oder falsch sind. Dennoch: Die Durchfallquote zeigt auch, dass viele Jugendliche sich kaum noch auf die Prüfungen vorbereiten, sondern einfach mal einen Versuch starten, wie auch Meier gegenüber „Zdf“ bemängelt.

Rubriklistenbild: © Michael Gstettenbauer/Imago

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