Lidl geht ein Schritt weiter
Coronavirus: Lidl ergreift weitere Schutzmaßnahmen für Kunden und Mitarbeiter
VonAnna-Maureen Bremerschließen
Julia Cuprakowaschließen
Das Coronavirus beschäftigt alle Arbeitgeber - auch die Schwarz-Gruppe aus Neckarsulm bei Heilbronn. Nun ergreift Lidl Schutzmaßnahmen für seine Kunden und Mitarbeiter.
- Lidl muss aufgrund der extremen Ausbreitung von Coronavirus (Sars-CoV-2) neue Schutzmaßnahmen ergreifen.
- Die Mitarbeiter und Kunden in Heilbronn und anderen Filialen sollen durch neue Maßnahmen geschützt werden.
- Lidl bringt Acrylglasscheiben an den Kassen an.
Coronavirus: Lidl installiert Plexiglasscheiben als Schutzmaßnahme
Update vom 24. März: Die Supermarktkette Lidl, die zu Schwarz-Gruppe mit Sitz in Neckarsulm bei Heilbronn gehört, erweitert die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus (Sars-CoV-19). Wie echo24.de bereits berichtete, installiert Lidl aktuell flächendeckend einen Acrylglasschutz an allen Kassen. Die Arbeiten sollen voraussichtlich am Dienstag, dem 24. März abgeschlossen sein.
Außerdem orientiert sich Lidl hinsichtlich des Coronavirus an den Angaben des Robert-Koch-Instituts und hat die regulären Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen intensiviert.
Die Schwarz-Gruppe kündigte an, 140.000 Lidl- und Kaufland-Mitarbeiterin eine Prämie in der Corona-Krise zu zahlen.
Coronavirus: Lidl ergreift weitere Schutzmaßnahmen in Heilbronn und anderen Filialen
Als weitere Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus (Sars-CoV-19) werden Bodenaufkleber als Abstandshalter in allen Filialen, auch in Heilbronn, angebracht. Zudem sollen verschiedene Plakate aufgehängt werden. Auf diesen Plakaten werden die Kunden gebeten, einen Abstand von zwei Metern zu halten, bargeldlos zu zahlen und Hygienevorschriften einzuhalten.
Außerdem setzt die Schwarz-Gruppe aus Neckarsulm bei Heilbronn, zu der auch Lidl gehört, auf einen externen Sicherheitsdienstleister. Die Security soll - wie beim Mitbewerber Aldi auch - für einen geordneten Ablauf und ungestörten Einkauf sorgen. Diese Unterstützungsmaßnahme soll weiter ausgebaut werden.
Coronavirus: Lidl will Mitarbeiter in Heilbronn und bundesweit schützen
Update vom 23. März: Das Coronavirus (Sars-CoV-2) greift weiter um sich. Und das nicht nur in Baden-Württemberg, wo die Anzahl der Infizierten die 4.000 Marke überschritten hat, sondern bundesweit. Deswegen sieht sich Lidl, zur Schwarz-Gruppe mit dem Sitz in Neckarsulm bei Heilbronn gehörend, gezwungen neue Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
Coronavirus: Lidl ergreift neue Maßnahmen zum Mitarbeiter-Schutz
Um welche Maßnahmen handelt es sich hierbei genau? Denn nicht in allen Supermärkten der Schwarz-Gruppe aus Neckarsulm bei Heilbronn stehen Desinfektionsflaschen bereit.
Doch Desinfektionsmittel als Maßnahmen gegen das Coronavirus reichen nicht aus. Denn Sars-CoV-2, wie das Coronavirus wissenschaftlich heißt, wird auch durch Tröpfcheninfektion übertragen. Deswegen will Lidl jetzt Spuckschutz-Scheiben an den Kassen der Filialen anbringen - um die Mitarbeiter besser schützen zu können.
Coronavirus: Lidl schützt Mitarbeiter durch Spuckschutz-Scheiben
Bei den Spuckschutz-Scheiben handelt es sich um durchsichtige Acryglasscheiben, wie der SWR.de berichtet. Diese werden an den Kassen angebracht und sollen so Mitarbeiter der Lidl-Filialen vor dem Coronavirus besser schützen.
Unsere Botschaft an euch: Alle #Lidl -Filialen bleiben weiterhin für euch geöffnet - zu den gewohnten Öffnungszeiten. Unsere rund 83.000 #Superhelden geben rund um die Uhr ihr Bestes, um die Warenversorgung zu sichern. Wir versorgen Deutschland! #lidlsuperhelden #covid_19 pic.twitter.com/lihYhVYQL3
— Lidl Deutschland (@lidl) March 20, 2020
Coronavirus: Lidl ergreift Maßnahmen in Filialen und Büros
Erstmeldung 6. März: Innerhalb der Schwarz-Gruppe mit Sitz in Neckarsulm bei Heilbronn wurde eine Coronavirus-Infektion bestätigt. Als eine Filiale zu Reinigungszecken - wohl aus Vorsorge wegen einer möglichen Infektion - vorübergehend geschlossen wurde, glaubten viele, der bestätigte Fall habe die Filiale betroffen. Dem war allerdings nicht so. Trotzdem ergreift Lidl Maßnahmen um Mitarbeiter in Filialen und Büros zu schützen.
Coronavirus: Lidl ergreift Maßnahmen in Filialen
Das Unternehmen nehme die aktuelle Lage ernst und sehe sich in der Verantwortung, sowohl seine Kunden als auch seine Mitarbeiter vor dem Coronavirus zu schützen. Auf Anfrage von echo24.de teilt eine Sprecherin mit: "Lidl beobachtet die aktuellen Entwicklungen hinsichtlich des Coronavirus sehr genau, unser wichtigstes Ziel ist es, Mitarbeiter und Kunden zu schützen und die Warenverfügbarkeit für die Bevölkerung sicherzustellen."
Weiter wird von Lidl kommuniziert: "Grundsätzlich hat Lidl im Rahmen seines Business Continuity Managements für verschiedene Szenarien Prozesse entwickelt, die den betrieblichen Ablauf in Lagern und Filialen unter besonderen Umständen sicherstellen."
Erklärend heißt es außerdem, dass hierzu Maßnahmen wie die Filiale-Belieferung aus anderen Lagerstandorten oder die Umplanung von Logistik-Routen gehören können.
Wegen Coronavirus: Lidl sensibilisiert seine Mitarbeiter
Schon in der vergangenen Woche wurden Maßnahmen ergriffen, um Mitarbeiter zu schützen: Von und nach Italien wurden Dienstreisen bei Lidl wegen des Coronavirus weitgehend ausgesetzt.
Was den Umgang mit dem Coronavirus betreffe, orientiere sich Lidl an den Angaben des Robert-Koch-Instituts. "Aktuell sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter zur Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften und zu rechtzeitiger medizinischer Konsultation im Falle von Krankheitssymptomen", heißt es.
Außerdem achte man darauf, die Filialen mit ausreichend Desinfektionsmitteln auszustatten "sodass Mitarbeiter zwischendurch ihre Hände desinfizieren können." Sollte es nötig sein, so werde Lidl in enger Abstimmung mit den Behörden weitere Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und Kunden umsetzen.
Auch andere große Unternehmen machen bereits Pläne für den Ernstfall und einer Coronavirus-Infektion. Bei Audi in Neckarsulm ist klar, wie bei einer Infektion vorgegangen wird.
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