McLarem jubelt

Formel 1 in Monaco: Taktisches Spiel im Fürstentum endet als Farce

  • Simon Mones
    VonSimon Mones
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Monaco bot kaum Spannung, sondern hauptsächlich Strategiespielchen. Lando Norris gewann das Rennen. Mercedes irritierte dabei die Fans.

Monte-Carlo – Eigentlich sollten die beiden Pflichtboxenstopps den Großen Preis von Monaco spannender machen. Doch der Plan ging alles andere als auf. Rennsieger und Pole-Setter Lando Norris dürfte das jedoch herzlich egal sein, immerhin machte er im Kampf um die WM einiges an Boden auf Teamkollege Oscar Piastri gut. Der Australier kam hinter Charles Leclerc nur als Dritter ins Ziel.

„Es ist ein langes Rennen, ein langes, hartes Rennen. Aber es hat Spaß gemacht. Wir konnten lange pushen. Die letzten paar Runden waren natürlich hart mit Charles direkt im Nacken. Am Ende ist es egal, wie man gewinnt. Ein unglaubliches Wochenende mit der Pole. Gestern heute der Sieg. Das ist es, wovon ich geträumt habe als Kind. Also ich habe einen meiner Kindheitsträume erfüllt“, freut sich Norris im Interview nach dem Rennen.

Max Verstappen verpasste das Podium knapp. Der Niederländer führte zwar bis kurz vor Schluss, musste aber noch seinen zweiten Pflichtstopp absolvieren. Dahinter folgten Lewis Hamilton (5.), Isack Hadjar (6.), Esteban Ocon (7.) und Liam Lawson (8.). Die beiden Williams-Pilot Alexander Albon und Carlos Sainz komplettieren die Top 10.

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F1-Fahrerfeld vor dem Grand Prix von Australien
Lando Norris jubelt auf dem Podium in Melbourne.
Oscar Piastri beim Grand Prix von China
Charles Leclerc
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Russell trotz Durchfahrtsstrafe 11.

Besonders verpokert hatte sich jedoch Mercedes. George Russell und Kimi Antonelli blieben nahezu das ganze Rennen auf den harten Reifen draußen. Zeitweise hing das Duo hinter den schleichenden Williams fest, die sich gegenseitig Zeit für die Reifenwechsel freibummelten. Eine Taktitk, zu der auch die Racing Bulls griffen. Irgendwann hatte Russell aber genug und kürzte in einer Schikane ab und fuhr an Albon vorbei.

Den Hinweis, den Thailänder vorbeizulassen, kommentierte Russell nur mit: „Ich nehme die Strafe in Kauf.“ Und die kam dann auch, allerdings nicht in der Form, die der Mercedes-Pilot wohl erwartet hätte. Statt einer Zeitstrafe statuierte die Rennleitung ein Exempel und brummte ihm eine Durchfahrtstrafe auf.

Pierre Gasley kracht in Tsunoda-Heck

Der Brite beendete das Rennen dennoch als 11. vor Oliver Bearman, der vom letzten Platz fast in die Punkte gefahren ist. Dahinter folgen Franco Colapinto (13.). Gabriel Bortoleto (14.), Lance Stroll (15.), Nico Hülkenberg (16.) und Yuki Tsunoda (17.). Kimi Antonelli wurde 18. vor Fernando Alonso, der mit Motorenproblemen ausfiel, und Piere Gasly.

Der Franzose sorgte früh für den ersten Aufreger. Weil seine Bremsen nicht funktionierten, krachte er Yuki Tsunoda ins Heck. Doch statt seinen Alpine abzustellen, schleppte er diesen noch in die Boxengassen und blieb dort vor der Williams-Box liegen. Die Folge: Gelbe Flaggen, eine gesperrte Boxengasse und vermutlich eine Strafe für Gasley beim nächsten Rennen in Barcelona. Dort gastiert die Formel 1 bereits am kommenden Wochenende. (smo)

Rubriklistenbild: © David Davies/dpa

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