Die DFL legt neue Verteilung der TV-Gelder ab der Saison 2021/2022

Neue Verteilung der TV-Gelder: Alles gerechter? Folgen für den VfB Stuttgart

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VfB Stuttgart: Die DFL hat eine neue Verteilung der TV-Gelder beschlossen. So geht die Kohle an die Klubs.

VfB Stuttgart und die TV-Gelder für 2020/2021.
• Aufsteiger weit unten in der Liste.
Weniger Geld für VfB Stuttgart und Co.

VfB Stuttgart und die Folgen: Alles gerechter? Neue Verteilung der TV-Gelder

Update vom 8. Dezember: Jetzt ist's fix! Die neue Verteilung der TV-Gelder für den VfB Stuttgart und die restlichen Profi-Klubs steht. 4,4 Milliarden Euro werden zwischen 2021/22 bis 2024/25 an die Vereine ausgezahlt.

Deutsche Fußball-Liga

Hauptstandort:

Frankfurt am Main

Dachorganisation:

DFL Deutsche Fußball Liga

Gründer:

Deutscher Fußball-Bund

Gründung:

19. Dezember 2000

Und es soll gereichter sein! DFL-Geschäftsführer Christian Seifert erklärte nach der Sitzung: "Die Spreizung wird künftig abnehmen, ob man das nun für sinnvoll erachtet oder nicht." HEIßT: 53 Prozent der jährlichen Einnahmen aus den nationalen TV-Erlösen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro pro Saison werden jetzt zu gleichen Teilen an alle Vereine verteilt. Bisher hatte der sportliche Erfolg mehr Gewicht.

Der VfB Stuttgart und die anderen Bundesligisten bekommen die TV-Gelder nach vier Säulen. Die wichtigste Säule ist die „Gleichverteilung„. Erstligisten können demnach in der Saison 2021/22 über diese Säule mit einem Festbetrag von je 24,7 Millionen Euro planen, jeder Zweitligist mit 6,9 Millionen Euro.Nach der alten Verteilung kassierte der FC Bayern München insgesamt noch 105 Millionen Euro. Der VfB 45 Millionen.

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert erwartet weiter hohe finanzielle Verluste bei den Vereinen.

Über die Säule "Leistung" werden die nationalen Medienerlöse zunächst mit 42 (2021/22 und 2022/23) und später 43 Prozent (2023/24 und 2024/25) ausgegeben - es geht dabei um das sportliche Abschneiden der vergangenen fünf Jahre. Nachwuchsförderung (3,5 Prozent) sowie das Interesse an den Klubs (2,5 Prozent).

Nach dem sogenannten Positionspapier zur TV-Gelder Verteilung von VfB Stuttgart, Arminia Bielefeld, dem FSV Mainz, dem FC Augsburg sowie einigen Zweitligisten und der harschen Kritik von Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge, können die Vereine das Ergebnis zumindest als kleinen Teilerfolg verbuchen.

Die Entscheidung für die neue Verteilung ist auch eine Entscheidung in der Corona-Krise, wie Seifert betont: "Die vergangene Saison war nur ein laues Lüftchen. Jetzt kommt der Sturm. Wir erwarten im Profifußball bis zum Sommer 2022 einen Umsatzrückgang von voraussichtlich zwei Milliarden Euro."

Was unterm Strich für den VfB Stuttgart in die Kassen kommt, ist aktuell noch ungewiss. Die neuen Zahlen und Zahlungen müssen erst genau errechnet werden.

Die Liste der Verteilung der TV-Gelder in der 1. Liga nach dem alten Prinzip:

• Bayern München 105,4 Mio. Euro
• Borussia Dortmund 94,95
• Bayer Leverkusen 88,07
• RB Leipzig 81,69
• Borussia Mönchengladbach 77,6
• Eintracht Frankfurt 75,69
• Schalke 04 75,25
• TSG Hoffenheim 71,98
• VfL Wolfsburg 69,02
• Hertha BSC 66,51
• SC Freiburg 57,76
• Werder Bremen 55,92
• Mainz 05 54,76
• FC Augsburg 49,73
• 1. FC Köln 47,04
• VfB Stuttgart 45,71
• Union Berlin 37,07
• Arminia Bielefeld 34,31

Nach Streit um TV-Gelder: Das ändert sich für VfB und Co.

Update, 30. November: Rund 1,3 Milliarden Euro streicht die DFL in den kommenden vier Jahren ein. Im Vorfeld gab es zwischen dem Vorstandsvorsitzenden des VfB Stuttgart, Thomas Hitzlsperger, und Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge ordentlich Zoff um die Verteilung der Gelder. Beim Duell am Wochenende (1:3 Niederlage des VfB), bei dem durchaus mehr für den VfB Stuttgart drin war, war das aber kein Thema. Klar, denn die Verteilung ist längst fix!

Am 7.Dezember erfahren der VfB Stuttgart und die anderen 35 Bundesligisten wie die Kohle verteilt wird. Die DFL setzt dabei laut dem Kicker auf ein Vier-Säulen-Prinzip mit zwei verschiedenen Fünfjahreswertungen und einer 20-Jahreswertung, in die jeweils die Endplatzierung der Klubs in diesen Saisons einfließt. Zudem haben auch die Einsatzzeiten der lokalen U23-Spieler einen Einfluss.

VfB-Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger machte zuletzt Vorschläge zur Verbesserung der Verteilung von TV-Geldern.

Aufgeteilt wird das TV-Geld im Verhältnis 80:20 zwischen Bundesliga und der zweiten Liga. In der aktuellen Spielzeit nimmt der VfB Stuttgart 45,71 Millionen Euro ein. Unter dem neuen Verteilungsschlüssel würden die Schwaben zu den Gewinnern zählen und ihre Einnahmen um rund zwei Millionen Euro steigern.

VfB Stuttgart: DFL hat ihre Liste für die Vergabe der TV-Gelder 2020/2021 erstellt

Erstmeldung, 28. Juli: Bei den meisten Vereinen sitzt das Geld in diesem Transfer-Sommer nicht besonders locker. Die Corona-Krise und ihre Folgen haben nicht nur beim VfB Stuttgart für klamme Kassen gesorgt. Jetzt hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) eine Verteilerliste der TV-Gelder für die Saison 2020/2021 erstellt.

Das der VfB Stuttgart als Aufsteiger nicht gerade in der oberen Hälfte der TV-Kohle-Tabelle zu finden ist, ist klar. Aber auch im Schwabenland dürfte man über jede zusätzliche Millionen erfreut sein. Aktuell muss Sportdirektor Sven Mislintat extrem nach Spar-Verstärkungen auf dem Transfermarkt schauen.

VfB Stuttgart: Es ist weniger Geld im TV-Topf!

ABER: Es ist weniger Geld im Topf für den VfB Stuttgart die restlichen 35 Profivereine, als noch in der vergangenen Saison. Der Kicker hat die aktuelle Liste in seiner neusten Ausgabe veröffentlicht und schreibt dazu, dass die "ursprünglich geplanten Gesamtsumme von 1,383 Milliarden Euro" für die kommende Bundesliga-Saison auf 1,2 Milliarden Euro geschrumpft ist.

Die Deutschen Fußball Liga (DFL) hat ihre Liste für die TV-Gelder erstellt!

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Dazu geht es noch um Gelder aus der internationalen Vermarktung. Zu Beginn der Corona-Krise hatte laut dem Bericht Eurosport die vertraglich vereinbarten Zahlungen eingestellt. Der Fall liegt beim Schiedsgericht. Hier sinken sind die zu verteilenden Einnahmen wohl von 254 Millionen Euro auf 200 Millionen Euro.

VfB Stuttgart: Wer ist der TV-Kohle-Krösus und wie wird das Geld verteilt?

TV-Kohle-Krösus bleibt auch in der Saison 2020/2021 der FC Bayern München. Der Rekordmeister wird laut der vom Kicker veröffentlichten Liste 70,64 Millionen Euro aus der nationalen Vermarktung einstreichen. Für die Verteilung der Gelder ist entscheidend:
• Bestandsschutz
• Nachhaltigkeit
• Nachwuchs
• Wettbewerb

NEU in der kommenden Saison: Die TV-Gelder werden künftig nicht mehr in vier Raten ausbezahlt! Es wird zwölf Abschlagszahlungen in unterschiedlicher Höhe an die Vereine geben. Die erste Zahlung erfolgt am 6. August in Höhe von 70 Millionen Euro für den Monat Juli. Durch die Erfahrungen der vergangenen Monate wird die DFL eine Summe von 45 Millionen Euro zurückstellen. Das Geld wird verteilt, wenn die Saison 2020/2021 ohne Unterbrechung beendet werden kann.

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VfB Stuttgart: Die Liste aller Vereine in der 1. Liga

Der VfB Stuttgart liegt mit 39,09 Millionen Euro weit unten in der Liste ...auch Arminia Bielefeld kommt als Aufsteiger nur auf 29,80 Millionen Euro!

Die Liste der Verteilung der TV-Gelder in der 1. Liga:

• Bayern München 70,64 Mio. Euro
• Borussia Dortmund 69,37
• Bayer Leverkusen 67,47
• RB Leipzig 65,96
• Borussia Mönchengladbach 64,54
• TSG Hoffenheim 63,14
• Eintracht Frankfurt 60,45
• Hertha BSC 59,29
• Schalke 04 56,17
• VfL Wolfsburg 55,18
• SC Freiburg 51,50
• Werder Bremen 49,87
• Mainz 05 46,20
• FC Augsburg 42,87
• VfB Stuttgart 39,09

• Union Berlin 33,37

• Arminia Bielefeld 29,80

Nach dem Aufstieg des VfB Stuttgart steht Hannover ganz oben

Nach dem Aufstieg des VfB Stuttgart kassiert Hannover 96 in der 2. Liga das meiste Geld aus dem TV-Topf. Absteiger Fortuna Düsseldorf kommt auf 22,33 Millionen Euro und der Hamburger SV auf 20,15 Millionen Euro.

Die Liste der Verteilung der TV-Gelder in der 2. Liga:

• Hannover 96 22,46
• Fortuna Düsseldorf 22,33
• Hamburger SV 20,15
• Darmstadt 98 15,94
• 1. FC Nürnberg 15,53
• 1. FC Heidenheim 14,68
• VfL Bochum 13,14
• SC Paderborn 12,99
• Holstein Kiel 12,02
• FC St. Pauli 11,51
• Greuther Fürth 11,30
• Jahn Regensburg 10,62
• Erzgebirge Aue 9,74
• SV Sandhausen 9,50
• Eintracht Braunschweig 8,74
• Karlsruher SC 8,52
• VfL Osnabrück 8,13
• Würzburger Kickers 7,49

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