Ab 2025 geplant

Steigenden CO₂-Preis kompensieren: So viel Klimageld soll jeder Deutsche bekommen

  • Michaela Ebert
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Die steigenden CO₂-Preise könnten 2025 fast alle Deutschen treffen. Um die finanzielle Belastung zu lindern, soll das „Klimageld“ eingeführt werden. Wie hoch soll es ausfallen?

Die steigenden CO₂-Preise könnten 2025 fast alle Deutschen zu spüren bekommen. An der Tankstelle wird der Sprit teurer – auch die Kosten fürs Heizen sollen im neuen Jahr in die Höhe schießen. Aktuell liegt der CO₂-Preis bei 45 Euro pro Tonne und soll 2025 auf 55 Euro pro Tonne steigen. Dies soll Anreize für klimafreundlicheren Konsum setzen. Wer in Deutschland jedoch zu den einkommensschwächeren Personen zählt, könnte durch die explodierenden Ausgaben ganz schön in die Röhre schauen.

Genau diese Menschen sollen nun künftig finanziell unterstützt werden. „Klimageld“ heißt das Zauberwort – und schon bald sollte der Zuschuss auf dem Konto von Millionen von Menschen landen.

Bundesregierung plant Auszahlung 2025: Wer bekommt das Klimageld?

Ziel des „Klimageldes“ sei es, die Einnahmen aus den wachsenden Energiekosten und -zuschlägen zurückzugeben oder zumindest für Einkommensschwächere zu entschärfen. „Es soll Menschen zugutekommen, die als Alleinstehende weniger als 4000 Euro brutto und als Verheiratete zusammen weniger als 8000 Euro brutto im Monat verdienen – also denjenigen, die normale und geringe Einkommen haben.“, heißt es seitens des „Bundesministeriums für Arbeit und Soziales“. Ab welchem Gehalt Bundesbürger zu welcher Schicht gehören, zeigt echo24.de in einem Überblick.

„Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Haushalte mit niedrigen Einkommen grundsätzlich deutlich stärker durch den CO₂-Preis belastet werden als Wohlhabende. Das Klimageld setzt hier gezielt an und kann für eine proportional stärkere Entlastung von niedrigen Einkommen sorgen.“

Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW)

Bereits im März 2024 hatten die ersten Bundesbürger einen beispielhaften Klima-Zuschuss erhalten, wie der Sozialverein „Sanktionsfrei“ mitteilte. Dabei wurden einmalig je 139 Euro an insgesamt 1000 Menschen ausgezahlt, die Bürgergeld, Grundsicherung oder Wohngeld beziehen.

Steigende CO₂-Preise: Klimageld soll finanziellen Druck mindern

Den Beschluss zum Klimageld hatte die Politik bereits 2021 gefasst und diesem auch bereits im Koalitionsvertrag zugesagt. Nach Aussagen von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) soll ab 2025 technisch eine Pro-Kopf-Auszahlung möglich sein. Jeder Bürger könnte dann Geld vom Staat zurückbekommen. Dafür muss von jedem Bürger die Steuer-ID mit einer IBAN verknüpft werden. Das könnte jedoch Milliarden kosten, weshalb das Thema aktuell erneut heiß diskutiert wird.

Wie „Merkur.de“ berichtet, hat der Bundesrat zwischenzeitlich allerdings beschlossen: Die Regierung muss das Klimageld im kommenden Jahr auszahlen. Doch mit welchem Betrag ist dann zu rechnen? Da der CO₂-Preis auch in Zukunft weitersteigen soll, könnte der Betrag jährlich höher werden.

Klimageld soll für Entlastung sorgen: So hoch könnte der Betrag ausfallen

Wie das Umweltinstitut München e. V errechnet hat, hätte jeder Deutsche bereits in diesem Jahr ein Klimageld in Höhe von 250 Euro bekommen können. Für 2025 wären es sogar 300 Euro. Recherchen des Investigativ-Magazins „Correctiv“ zufolge soll jedoch bereits durchgesickert sein, dass eine Auszahlung auch erst 2027 möglich sei. Wie hoch der Betrag dann ausfällt, kann derzeit noch nicht gesagt werden.

Innerhalb der Parteien gibt es ebenfalls noch Klärungsbedarf: Während die SPD ein einkommensabhängiges Klimageld favorisiert, bevorzugen die Grünen ein Pro-Kopf-Modell. Ob und wann das Geld also fließt, bleibt abzuwarten. Die Hoffnungen ruhen auf 2027 – bis dahin ist weiter Geduld angesagt. 

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