Eltern aufgepasst

Änderungen beim Kindergeld im Januar: Das gilt für Familien ab 2025

  • VonMilea Erzinger
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2025 wird die Kindergrundsicherung eingeführt, die ab Januar das Kindergeld ersetzt. Das Ziel: Mehr Unterstützung für Familien, weniger Bürokratie und bessere Chancen für Kinder in Deutschland.

Ab Januar 2025 stehen viele Änderungen in Deutschland an. Für Rentner, Arbeitnehmer und Eltern soll es mehr Geld geben. Zusätzlich dazu ersetzt die Kindergrundsicherung ab Januar das traditionelle Kindergeld. Diese Reform verspricht für Familien weniger Bürokratie und gezieltere Unterstützung, die besser an die Bedürfnisse der Familien angepasst ist.

Änderung für Familien ab Januar: Kindergrundsicherung löst 2025 Kindergeld ab

Viele Eltern kennen das Problem: Das bisherige Kindergeld, Kinderfreibeträge, der Kinderzuschlag und Teile des Bildungs- und Teilhabepakets führten oft zu Unübersichtlichkeit und verpassten Chancen, weil die Angebote nicht immer bekannt oder schwer zugänglich waren, erläutert „inside-digital.de“.

Mit der neuen Kindergrundsicherung möchte die Bundesregierung eine neue Ordnung ins System bringen. Bundesfamilienministerin Lisa Paus beschreibt es als „Investition in die Zukunft unserer Kinder“. Kernziel ist, Kinder besser vor Armut zu schützen und für gerechtere Chancen zu sorgen, so „kindergeld.org“.

Kindergrundsicherung ab 2025: Was sich durch den Kindergeld-Nachfolger ändert

Die Kindergrundsicherung wird ab Januar 2025 aus zwei Teilen bestehen: einem festen Kindergarantiebetrag und einem einkommensabhängigen Kinderzusatzbetrag. Der Kindergarantiebetrag ersetzt das bisherige Kindergeld und wird von 250 Euro auf 255 Euro angehoben, so „inside-digital.de“. Dieser Betrag steht jedem Kind unabhängig vom Einkommen der Eltern zu und garantiert eine Grundsicherung, die regelmäßig angepasst wird.

Die Kindergrundsicherung wird ab Januar 2025 aus zwei Teilen bestehen: einem festen Kindergarantiebetrag und einem einkommensabhängigen Kinderzusatzbetrag.

Der Kinderzusatzbetrag ist abhängig vom Einkommen und Alter des Kindes: Familien mit weniger Einkommen erhalten eine höhere Unterstützung, die schrittweise reduziert wird, wenn das Familieneinkommen steigt. Für jüngere Kinder kann der Gesamtbetrag bis zu 530 Euro betragen, während für ältere Kinder, bis zum Alter von 27 Jahren, eine maximale Unterstützung von 636 Euro möglich ist, falls sie sich in einer Ausbildung oder im Studium befinden, heißt es von „inside-digital.de“ weiter. Eine Tabelle zur Grundsicherung zeigt, wie viel Geld Eltern ab 2025 bekommen.

Änderung für Familien 2025: Kindergrundsicherung digitalisiert

Ein Vorteil der neuen Kindergrundsicherung: Der Antrag läuft künftig digital und einfach über den Familienservice der Bundesagentur für Arbeit. Eltern können den Antrag direkt nach der Geburt des Kindes online stellen, ohne persönlich zum Amt gehen zu müssen, erklärt „kindergeld.org“.

Bundesfamilienministerin Paus spricht von einem „Paradigmenwechsel“ – der Staat will künftig aktiv als Servicedienstleister für Familien agieren. Auch für die Zukunft soll der Kindergrundsicherungscheck helfen, schnell herauszufinden, ob und in welcher Höhe eine Familie Anspruch auf Unterstützung hat, heißt es weiter.

Kindergrundsicherung vereinfacht Unterstützung: zentraler Antrag für alle Familienleistungen ab 2025

Für die meisten Familien ändert sich vor allem die Art und Weise, wie sie finanzielle Unterstützung erhalten. Die Kindergrundsicherung bündelt bisherige Leistungen wie das Kindergeld und den Kinderzuschlag und erleichtert den Zugang dazu, so die Bundesregierung.

Eltern müssen laut der Bundesregierung keine unterschiedlichen Anträge mehr stellen, sondern profitieren von einer zentralen Lösung. Alleinerziehende werden zusätzlich unterstützt: Bei ihnen wird Unterhalt gestaffelt angerechnet, um sie finanziell besser abzusichern. Ebenfalls ist es klar geregelt, wie viel Kinder in einem Nebenjob verdienen dürfen, um weiterhin Kindergeld erhalten zu können.

Rubriklistenbild: © IMAGO Sven Simon/ Future Image