Merz bleibt vorne

AfD unverändert in Umfrage: Union festigt Führung vor Bundestagswahl – SPD holt auf

  • Christian Stör
    VonChristian Stör
    schließen
  • Lea Winkler
    schließen

Dies sind die Daten der ersten Forsa-Umfrage im neuen Jahr. Die Union gelingt es, ihren Vorsprung vor der Bundestagswahl 2025 auszudehnen.

Berlin – Das Jahr 2025 hat begonnen und verspricht, politisch besonders spannend zu werden: Deutschland steht vor vorgezogenen Neuwahlen. Der Wahlkampf hat sich rund sieben Monate verkürzt. Gemeinsam mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wurde der 23. Februar als Wahltag festgelegt. Den Parteien bleiben nun nur noch knapp sechs Wochen, um die Menschen von sich zu überzeugen. Die ersten Umfragen des Jahres 2025 liefern wenige Wochen vor der Bundestagswahl 2025 ein wichtiges Stimmungsbild der Wahlberechtigten.

CDU und CSU liegen in Umfrage zur Bundestagswahl 2025 weiter deutlich vorne: Merz als Kanzlerkandidat vor Habeck

Nach dem Ampel-Aus stellt sich die Frage, wer neuer Bundeskanzler wird. Umfragen zur Bundestagswahl 2025 sprachen bislang eindeutig für Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU). Und auch zum Jahresbeginn setzt sich jener Trend ununterbrochen fort: Wie das „RTL/ntv-Trendbarometer“ zeigt, liegt die Union aus CDU und CSU mit 32 Prozent Zustimmung nach wie vor ganz vorne in der Wählergunst. Im Vergleich zur Insa-Umfrage der Vorwoche (30. Dezember) gewinnt die Union einen weiteren Prozentpunkt.

Im direkten Vergleich der Kanzlerkandidaten liegt Merz mit 26 Prozent vor Grünen-Kandidat Robert Habeck (22 Prozent) und Noch-Kanzler Olaf Scholz (16 Prozent).

Friedrich Merz: Bierdeckel, Blackrock und schließlich Bundeskanzler

Friedrich Merz wurde am 11. November 1955 in Brilon geboren.
Luftbild des Gymnasiums Petrinum in Brilon, wo Friedrich Merz seine Schulzeit verbrachte und 1975 das Abitur ablegte.
Friedrich Merz studierte unter anderem an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Jura.
Friedrich Merz leistet seinen Wehrdienst von Juli 1975 bis September 1976 bei der Artillerietruppe der Bundeswehr in Kusel.
Friedrich Merz: Bierdeckel, Blackrock und schließlich Bundeskanzler

Umfrage vor der Bundestagswahl 2025: AfD hält 19 Prozent, gefolgt von SPD

Hinter der Union reihen sich die anderen Parteien ein. Dabei schafft es die AfD das dritte Mal in Folge in der Sonntagsfrage auf 19 Prozent. Auf Platz drei, unverändert, die SPD. Mit 17 Prozent konnte die Partei von Scholz einen Prozentpunkt dazugewinnen. Könnte das der Start der SPD-Aufholjagd sein, die Scholz angekündigt hat?

Die Grünen (12 Prozent) werden sich den Umfragen zufolge mit Platz vier bei der Bundestagswahl 2025 begnügen müssen. Die FDP (3 Prozent) muss dagegen weiter um den Einzug in den Bundestag bangen.

Die Kanzlerkandidaten Robert Habeck und Olaf Scholz bleiben laut neuster Forsa-Umfrage weiterhin hinter Friedrich Merz.

Spannend bleibt laut Umfragen-Check auch die Frage, wie das BSW bei den Neuwahlen abschneiden wird. In der aktuellen Erhebung darf die Partei von Sahra Wagenknecht auf 4 Prozent hoffen. Dagegen steht die Linke nur bei 3 Prozent. Im letzten „RTL/ntv-Trendbarometer“ (23. Dezember) hatte die linke Partei noch 4 Prozent. Jedoch könnte sie über die Grundmandatsklausel in Fraktionsstärke ins Parlament einziehen, wenn sie drei Direktmandate erzielt. Dazu hat die Partei die Mission Silberlocke gestartet.

Die aktuellen Daten der Umfrage im Überblick:

ParteiUmfrage-Ergebnis in %
CDU/CSU32
AfD19
SPD17
Grüne12
BSW4
FDP3
Linke3
Sonstige10

Erhebungszeitraum: 02.01. bis 06.01.2025. Fallzahl: 1501 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 2,5 Prozentpunkte.

Bundestagswahl 2025: Umfragen sind keine Prognosen

Umfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. Zudem ist stets ein statistischer Fehler von bis zu drei Prozentpunkten zu beachten (Fehlertoleranz).

Die Umfragen in Deutschland sind zuletzt recht genau ausgefallen. So lag die mittlere durchschnittliche Abweichung aller Institute bei der Bundestagswahl 2021 laut dem Internetportal Dawum bei 1,03 Prozentpunkten. Berücksichtigt wurden dabei all diejenigen Institute, die 30 Tage vor der Wahl eine Sonntagsfrage veröffentlicht hatten. (cs/lw)

Rubriklistenbild: © Jörg Carstensen/Kay Nietfeld/Michael Kappeler/dpa (Montage)