Audi AG
Führungswechsel bei Audi: Markus Duesmann geht, Gernot Döllner kommt
Der Volkswagen-Konzern trennt sich vom bisherigen Audi-Chef Markus Duesmann. Sein Nachfolger Gernot Döllner tritt sein Amt am 1. September an.
Der Volkswagen-Konzern trennt sich vom bisherigen Audi-Chef Markus Duesmann. Ab dem 1. September wird Gernot Döllner neuer Vorstandsvorsitzender bei Audi, wie echo24.de bereits berichtete. Döllner ist bei Audi und in der Automobilbranche kein Unbekannter. Er blickt bereits auf eine langjährige Karriere im VW-Konzern zurück. Mit dem Wechsel reagiert der VW-Konzern auch auf die Unruhen bei der Audi AG seit März.
Seinen ersten Arbeitstag verbringt Gernot Döllner am Freitag (1. September) nicht in Ingolstadt. Der neue Audi-Chef ist wie Hunderte andere Top-Manager des VW-Konzerns nach Barcelona gereist. Dort stimmt Konzernchef Oliver Blume seine wichtigsten Führungskräfte auf die Herausforderungen der kommenden Monate und Jahre ein, wie die „Heilbronner Stimme“ exklusiv berichtet.
Führungswechsel bei Audi: Gernot Döllner neuer Vorstandsvorsitzender
Der Wechsel an der Spitze der Audi AG war bitter nötig, wie ein Audi-Manager auf Anfrage der „Heilbronner Stimme“ berichtete. Er bezeichnete die vergangenen Wochen und Monate als „untragbare Situation“. Das Handeln von Konzernchef Oliver Blume und der Wechsel seien daher genau richtig gewesen. Auch, weil Duesmann in den vergangenen Jahren wenig erreicht habe. Das Rekordergebnis von knapp acht Millionen Euro im Jahr 2022 schlage in der Bilanz kaum zu Buche.
Mit dem neuen Chef soll also alles besser werden. Denn Gernot Döllner ist das, was man sich unter einem typischen Konzerngewächs vorstellt. Laut „Stimme“ kam er bereits 1993 als Doktorand zu Volkswagen, wechselte aber 1998 zu Porsche. Zudem sei der neue Audi-Chef kein Einzelgänger wie Duesmann.
Der neue Chef von Audi – ein Mann, der sein Handwerk versteht
Als Konzernstratege von Volkswagen beschäftigte sich der 54-Jährige zuletzt mit der langfristigen Modell- und Produktionsstrategie künftiger Baureihen. Deshalb weiß der neue Audi-Chef genau, was auf ihn zukommt und wo er ansetzen muss. „Es wird jetzt wieder viel detaillierter als bei Duesmann. Der Neue weiß ganz genau, welche Fragen er stellen muss und wo es hakt“, sagte ein Audi-Manager der „Heilbronner Stimme“, der in den vergangenen Wochen bereits Gespräche mit Döllner geführt hat.