Hilfe im Ukraine-Krieg
Für 1,3 Milliarden Euro: Deutschland sagt Ukraine weitere Militärhilfe zu
VonLukas Rogallaschließen
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Deutschland will der Ukraine neue Luftabwehrsysteme liefern. Das kündigte Verteidigungsminister Pistorius bei seinem Besuch in der Ukraine an.
Berlin – Deutschland hat Kiew für den Ukraine-Krieg ein weiteres Hilfspaket mit Militärhilfen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro zugesagt. Das gab Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am Dienstag (21. November) in Kiew bei einem Treffen mit seinem ukrainischen Kollegen Rustem Umjerow bekannt. In dem Paket enthalten sind unter anderem vier weitere Luftabwehrsysteme vom Typ Iris T-SLM sowie Artilleriegranaten des Nato-Kalibers 155 Millimeter.
Deutschland sagt Ukraine im Krieg gegen Russland weitere Militärhilfe zu
Es ist die dritte Tranche an Iris-T-Systemen, die Deutschland seit Beginn des Krieges an die Ukraine liefern will. Drei Systeme der ersten Tranche wurden bereits geliefert, ein viertes soll noch in diesem Winter folgen. Die zweite Tranche von vier Systemen soll 2024 geliefert werden, die nun versprochene dritte Tranche im Jahr 2025.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine




„Wir reden von 20.000 zusätzlichen Granaten“, sagte Pistorius auf Nachfrage zur Artilleriemunition. Für das kommende Jahr seien ihm zufolge bereits 140.000 Granaten dieses Kalibers angekündigt. Die Ukraine hat Schätzungen zufolge jedoch einen täglichen Bedarf von mehr als 5000 Granaten. Pistorius stellte dabei höhere Lieferungen erst für 2025 in Aussicht. Auf eine mögliche Lieferung von hochpräzisen Taurus-Marschflugkörpern mit einer Reichweite von über 500 Kilometern angesprochen, sagte der Verteidigungsminister: „Es gibt keine neuen Informationen zu Taurus“. Die Ukraine fordert seit längerem die Lieferung dieser deutschen Marschflugkörper
Der Chef des ukrainischen Präsidentenbüros, Andrij Jermak, bezeichnete die neue Unterstützung in sozialen Netzwerken als „wundervolles Hilfspaket“ aus Deutschland
Pistorius besucht Kiew im Ukraine-Krieg – weitere Militärhilfe für Ukraine
Pistorius war am frühen Dienstagmorgen (21. November) zu seinem zweiten Besuch in Kiew seit seinem Amtsantritt im Januar eingetroffen. Die großen Themen der Reise sind die militärische Ausbildung und Militärhilfe für die Ukraine. Der Verteidigungsminister sagte der Ukraine die „Solidarität und tiefe Verbundenheit“ der Bundesrepublik zu.
Pistorius hatte im Februar erstmals Kiew besucht, knapp drei Wochen nach seiner Vereidigung als Verteidigungsminister. Damals hatte er der ukrainischen Führung die Lieferung von mehr als 100 Kampfpanzer des älteren Typs Leopard 1A5 versprochen. Sie sollen in Etappen geliefert werden, bis spätestens zweites Quartal 2024.
Ukraine erhält offenbar auch weitere Militärhilfe aus den USA
US-Verteidigungsminister Lloyd Austin traf zuvor in Kiew ein und versprach, die Ukraine „heute und in der Zukunft“ zu unterstützen. Dafür sehe er „parteiübergreifende Unterstützung in beiden Kammern des Kongresses“. Einige Kongressmitglieder hätten berechtigte Fragen, die die Regierung beantworten werde. „Das, was in der Ukraine passiert, ist nicht nur für die Ukraine wichtig, sondern für die ganze Welt“, betonte Austin. Die Fortsetzung der Hilfen ist im US-Kongress umstritten. (bohy/lrg mit Agenturen)
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