SPD legt zu

Umfrage zur Bundestagswahl: FDP sackt ab – Union erreicht magische Marke knapp

  • VonJan-Frederik Wendt
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Laut einer aktuellen Umfrage zur Bundestagswahl müssen FDP, Die Linke und das Bündnis Sahra Wagenknecht um einen Einzug in den Bundestag weiter zittern.

Berlin - Laut der neuesten YouGov-Umfrage legt die CDU vor der Bundestagswahl am 23. Februar um ein Prozent im Vergleich zur Vorwoche zu und landet bei 30 Prozent. Die AfD rangiert weiter auf dem zweiten Platz. 21 Prozent der Wahlberechtigten würden die Rechtspopulisten um Spitzenkandidatin Alice Weidel wählen.

Die SPD legt um zwei Punkte zu und kommt unter Kanzler Olaf Scholz auf 18 Prozent. Bereits im Dezember hatten die Sozialdemokraten im Wahlkampf zur Bundestagswahl 18 Prozent erreicht, waren im Januar aber auf 16 Prozent gerutscht. 14 Prozent der Wählerinnen und Wähler würden für die Grünen stimmen, wenn am Sonntag die Bundestagswahl wäre. Dieser Wert hat sich im Vergleich zur Vorwoche nicht verändert.

Umfrage zur Bundestagswahl: Bündnis Sahra Wagenknecht liegt vor FDP und Linken

Bei den kleineren Parteien mit Chance auf einen Einzug in den Deutschen Bundestag liegt das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) mit unveränderten sechs Prozent an der Spitze. Damit setzt sich der rückläufige Trend für das BSW aus den vorherigen Wochen nicht fort. Die Linke und FDP liegen mit jeweils vier Prozent gleichauf. Mit diesem Ergebnis würden beide Parteien die Fünf-Prozent-Hürde nicht überschreiten und somit den Einzug in den Bundestag knapp verpassen.

Vor der Bundestagswahl: Union-Kanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) dürfte sich über das Ergebnis der aktuellen Umfrage freuen.

Für die Liberalen bedeutet das Ergebnis der Verlust von einem Prozentpunkt zur Vorwoche. Die Linke hingegen gewinnt einen Prozentpunkt dazu. Rund fünf Prozent der Befragten würden eine sonstige Partei wählen. In der Vorwoche sprachen sich sechs Prozent für eine andere Partei aus.

Vor Bundestagswahl: Wähler blicken mit negativen Gefühlen auf Deutschlands Politik

Vor der anstehenden Bundestagswahl blickt mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten mit negativen Gefühlen auf die Zukunft der deutschen Politik. So lautet das Ergebnis einer weiteren aktuellen YouGov-Umfrage. Die Wählerinnen und Wähler machen sich vor allem Sorgen um den rauen Ton der streitenden Parteien im derzeitigen Wahlkampf. 90 Prozent der Befragten hielten es für wichtig, dass der Wahlkampf zwischen den Politikerinnen und Politikern fair abläuft - also respektvoll und ohne persönliche Beleidigungen und Falschinformationen.

Friedrich Merz: Bierdeckel, Blackrock und schließlich Bundeskanzler

Friedrich Merz wurde am 11. November 1955 in Brilon geboren.
Luftbild des Gymnasiums Petrinum in Brilon, wo Friedrich Merz seine Schulzeit verbrachte und 1975 das Abitur ablegte.
Friedrich Merz studierte unter anderem an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Jura.
Friedrich Merz leistet seinen Wehrdienst von Juli 1975 bis September 1976 bei der Artillerietruppe der Bundeswehr in Kusel.
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Erst vor wenigen Tagen hatte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) die Grünen mit einem bizarren DDR-Vergleich verbal attackiert. Bei der CSU-Fraktionsklausur im oberfränkischen Kloster Banz verglich Kretschmer die Wirtschaftspolitik der Grünen unter Wirtschaftsminister Robert Habeck mit jener in der DDR: „Manches erinnert uns an dieses sozialistische Experiment“, sagte Kretschmer und weiter: „Dieses Experiment brauchen wir kein zweites Mal.“

Bei der Klausurtagung griff CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek den Grünen-Vizekanzler Habeck persönlich an: Es zeige sich, „dass - sorry - dieser Mann nicht weiß, von was er redet.“

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