„Massive Probleme“
Formel-1-Pilot überrascht mit brisanter These über sein Ex-Team
VonSönke Brederlowschließen
Sergio Pérez macht mit provokanten Behauptungen über sein Ex-Team Red Bull Schlagzeilen – und gibt vor seinem Formel-1-Comeback 2026 eine gewagte Vorhersage.
Mexiko-Stadt – Auch in diesem Jahr war der Große Preis von Mexiko, den McLaren-Star Lando Norris gewann, ein Publikumsmagnet. Mehr als 400.000 Fans strömten im Laufe des Wochenendes an die Strecke, obwohl ihr Nationalheld nicht am Start war: Sergio Pérez wird erst 2026 sein Comeback in der Formel 1 geben, wenn er für Neueinsteiger Cadillac ins Lenkrad greift.
Trotzdem sorgte der 35-jährige Mexikaner auch abseits der Rennstrecke für Schlagzeilen, denn mit einer provokanten Theorie über sein Ex-Team Red Bull rückte er in den Fokus der Öffentlichkeit. Dort hatte Pérez im vergangenen Jahr noch an der Seite von Weltmeister Max Verstappen gestanden, ehe er sein Cockpit wegen ausbleibender Leistungen an Liam Lawson verlor.
Sergio Perez behauptet: Selbst Lewis Hamilton hätte neben Max Verstappen seine Probleme
Doch auch Lawson konnte in den ersten beiden Rennen der neuen Saison nicht überzeugen und wurde schließlich durch Yuki Tsunoda ersetzt, der ebenfalls Schwierigkeiten hat, sich im Team zu behaupten. Für Pérez ist deshalb klar: „Es gibt keinen Fahrer, der dort überleben würde“, sagt der Mexikaner zu Sky UK. „Es macht auch keinen Unterschied, ob du Hamilton oder Leclerc holst.“
„Egal wen du holst, er wird massive Probleme haben“, so der ehemalige Red-Bull-Pilot weiter, der sich in den vergangenen Monaten immer wieder über seinen Ex-Arbeitgeber geäußert hatte. „In der Minute, als mein Aus bei Red Bull besiegelt war, dachte ich mir nur: ‚Der arme Kerl, der jetzt hierher kommt.‘“
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Pérez weiß, wovon er spricht. Vier Jahre lang teilte er sich bei Red Bull die Garage mit Max Verstappen – und stand dabei stets im Schatten des dominanten Niederländers. „Es ist sehr schwer mit Max als Teamkollegen“, räumt der 35-Jährige ein. „Aber Max‘ Teamkollege bei Red Bull zu sein – das ist etwas, was die Leute nicht verstehen“, fügt er nachdenklich hinzu.
Seine Leistungen bei Red Bull könnten den Eindruck hinterlassen haben, dass Pérez seinen Platz in der Formel 1 nicht verdiene. Doch der Mexikaner bleibt optimistisch: „Ich habe das Gefühl, dass die Menschen überrascht sein werden, wie wettbewerbsfähig und wie stark ich bei meinem Comeback sein werde“, sagt er mit Blick auf die kommende Saison, wenn er für Cadillac starten wird.
„Diese Motivation trage ich bereits in mir“, betont Pérez, der sich im Kampf um das begehrte Formel-1-Cockpit gegen Mick Schumacher durchsetzen konnte. „Ich hatte sehr viel Glück mit der Karriere, die ich bisher hatte, aber ich möchte sie auf einem Höhepunkt beenden. Ich weiß, wie gut ich sein kann, wenn ich das richtige Umfeld um mich habe.“
„Ich habe also das Gefühl, dass ich in meiner Karriere noch einen letzten Punkt zu beweisen habe und sicherstellen möchte, dass ich dann aufhöre, wenn ich es selbst will“, sagt der Formel-1-Pilot. Doch der Weg zurück an die Spitze wird steinig: Für Cadillac dürfte die Debütsaison in der Königsklasse gegen die etablierten Top-Teams zu einer gewaltigen Herausforderung werden. (SoBre)
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