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Cannabis einfach selbst anbauen: Wo Züchter die Samen kaufen können

  • Julia Cuprakowa
    VonJulia Cuprakowa
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Cannabis ist nun teilweise legalisiert. Aber wo bekommen Konsumenten geeignete Samen? Die Ministerien bleiben vage.

Ab dem 1. April ist es so weit: Kauf, Besitz und Anbau von Cannabis wird legal sein. Zunächst musste sich die geplante Teillegalisierung jedoch starkem Widerstand beugen. Wie echo24.de bereits berichtete, schlug der federführende Gesundheitsausschuss vor, das Inkrafttreten des Gesetzes auf den 1. Oktober zu verschieben. Am Freitag stimmte der Bundesrat jedoch ab: Das Lauterbach-Gesetz tritt kurz nach Ostern in Kraft.

Besonders Händler stehen nun aber vor der Frage, ob sie schon jetzt Cannabis-Samen einkaufen sollen, die später in den Geschäften verkauft werden können. Aber auch Verbraucher fragen sich, wo sie gute Samen bekommen können. echo24.de hat beim Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration und beim Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz nachgefragt, ob es „sichere“ Internet-Anbieter gibt.

Cannabis-Teillegalisierung ab 1. April: Wo Konsumenten Samen kaufen können

Nach langem Ringen hat die Bundesregierung einer Teillegalisierung von Cannabis zugestimmt. Ab dem 1. April 2024 soll der Besitz von Cannabis für den Eigenbedarf legal sein. Auch der Anbau begrenzter Mengen im privaten Garten soll dann erlaubt sein. Allerdings dürfen derzeit noch keine Samen gekauft werden, wie echo24.de bereits berichtete. Auch wenn die Samen nicht „geraucht“ werden können und somit per se keine berauschende Wirkung haben, fallen sie dennoch unter das Betäubungsmittelgesetz (BtMG).

Geht man davon aus, dass Cannabis ab dem 1. April teil legalisiert wird, wo können dann Samen gekauft werden? Dieser Frage ist echo24.de nachgegangen und hat bei zwei Ministerien nachgefragt. Auf die Frage, ob die Ministerien eine Liste mit „sicheren“ Internetanbietern für Cannabis-Samen oder grundsätzlich Zubehör haben, antworteten die Sprecher: „Dem Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) liegt eine solche Liste nicht vor“.

Das „MLR“ ist grundsätzlich nur für den Anbau zu landwirtschaftlichen Zwecken zuständig. Für die Umsetzung des Cannabisgesetzes ist laut „MLR“ das Sozialministerium zuständig. Allerdings konnte auch dieses Ministerium die Frage nach sicheren Lieferanten nicht beantworten.

Diese Internetseiten bieten Cannabis-Samen an

Doch wo können angehende Cannabis-Gärtner nun Cannabis-Samen kaufen? Eines vorweg: Wer Cannabis anbauen möchte, sollte vor allem darauf achten, weibliche Pflanzen zu züchten, denn nur sie haben einen hohen Gehalt an sogenannten Cannabinoiden – vor allem THC. Deshalb ist es ratsam, gleich feminisierte Samen zu erwerben. Und genau diese werden auf verschiedenen Internetseiten angeboten. Dazu gehören zum Beispiel: „royalqueenseeds.de“, „sensiseeds.com“ und „zamnesia.com“.

Auf diesen Seiten findet der Verbraucher eine große Auswahl an Saatgut. Praktisch ist auch, dass die zukünftige Pflanze beschrieben wird und auch die Wirkung des Endproduktes ausführlich erklärt wird. So können zukünftige Konsumenten und Züchter die Samen auswählen, die sie später „rauchen“ möchten. Außerdem kann man mithilfe von Filtern die Größe, die Breite und den THC-Gehalt der Pflanze bestimmen.

Rubriklistenbild: © David Diaz Arcos/dpa

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