Deutschland im Vergleich
Ranking zeigt: In diesem Bundesland erhalten Ruheständler die höchste Rente
VonAdrian Kilbschließen
Bei der Rente gibt es in den verschiedenen Bundesländern Deutschlands erhebliche Unterschiede. Welches Bundesland landet überraschend auf Platz 1 – und wo erhalten Frauen die höchste Rente?
Was die Höhe der gesetzlichen monatlichen Rente angeht, gibt es in Deutschland erhebliche Unterschiede. Über die Hälfte der Rentner hierzulande schafften es mit ihren Bezügen aus der gesetzlichen Rentenversicherung nicht einmal über die Armutsgrenze. Sie müssen mit weniger als 1.100 Euro monatlich auskommen. Für viele Bundesbürger könnte es sich deshalb finanziell lohnen, nach dem Ruhestand weiterzuarbeiten.
In Baden-Württemberg erhält laut jüngsten Zahlen jede zweite Frau sogar weniger als 800 Euro Rente im Monat. Allgemein beträgt der Unterschied bei der Rente, die Frauen und Männer erhalten, oft mehrere 100 Euro – und zwar sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland. Doch wie unterschiedlich fallen eigentlich die Renten in den einzelnen Bundesländern aus?
In diesen Bundesländern erhalten Männer die höchste Rente
Bei den Männern zeigt sich ein eindeutiges Bild. Die höchsten Altersruhestandsbezüge erhalten die Senioren im Durchschnitt im Saarland (1.369 Euro) und Nordrhein-Westfalen (1.360 Euro), wie auf dem Bund-Länder-Demografie-Portal der Bundesregierung zu lesen ist. Auch in Baden-Württemberg sieht die Aussicht auf ein finanziell unabhängiges Leben im hohen Alter nicht schlecht aus. Hier können sich Ruheständler über eine gesetzliche Rente von 1.349 Euro freuen.
Es folgen Hessen (1.311 Euro) und Sachsen (1.310 Euro), als bestes ostdeutsches Bundesland in diesem Ranking. Etwas überraschend steht Bayern (1.265 Euro) an fünftletzter Stelle. Dahinter reihen sich nur noch Mecklenburg-Vorpommern (1.259 Euro) als schlechtestes ostdeutsches Bundesland und die Stadtstaaten Hamburg und Bremen (1.258 bzw. 1.249 Euro) ein.
Wo erhalten Ruheständler am meisten Geld? Dieses Bundesland steht am Ende des Renten-Rankings
Das Schlusslicht bildet laut dem Demografie-Portal ausgerechnet die Bundeshauptstadt. Hier erhalten Männer lediglich eine monatliche Rente von 1.228 Euro.
Die hier dargestellte Statistik erlaubt keine Rückschlüsse auf Altersarmut, teilt die Demografie-Plattform auf ihrer Website mit. Nicht berücksichtigt in der Übersicht seien Einkommen wie die betriebliche und private Altersvorsorge, Beamtenpensionen, das Einkommen von anderen Haushaltsmitgliedern und Hinterbliebenenrenten.
Ranking zeigt: In diesen Bundesländern kassieren Frauen eine saftige Rente
Frauen erhalten im Bundeslandvergleich in Brandenburg (1.085 Euro) die höchste monatliche Rente. Dann folgen mit Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt vier Ost-Bundesländer, wie der Demografie-Plattform des Bundes zu entnehmen ist. Auch in Berlin kassieren die Seniorinnen mit mehr als 1.000 Euro gesetzliche Rente noch vergleichsweise viel, wenn man die meisten anderen Bundesländer betrachtet.
Die rote Laterne geht an das Saarland, wo der Ruhestandsbezug für Rentnerinnen mit 643 Euro sehr gering ausfällt. Scheinbar zahlten hier wenige Frauen in die Rentenkasse ein, was auch die saftige Rente der Männer in dem kleinen Bundesland an der Grenze zu Frankreich erklären könnte.
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