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Krankenkassen-Beiträge steigen: Tabelle zeigt, wohin sich ein Wechsel lohnt
VonAdrian Kilbschließen
Die Krankenkassenbeiträge sollen 2025 in die Höhe schießen. Doch für Versicherte kann sich ein Wechsel lohnen – bei einigen Anbietern kann Geld gespart werden.
Auch im Jahr 2025 müssen Verbraucher wieder tiefer in den Geldbeutel greifen. Die Kosten für Pflege-, Renten- und Krankenkassen schießen in die Höhe. Arbeitnehmern bleibt dann am Ende des Monats somit weniger Geld auf dem Konto. Ein Wechsel der Versicherung könnte jedoch helfen. Denn einige Krankenkassen halten ihre Zusatzbeiträge dennoch niedriger. echo24.de gibt einen Überblick.
Krankenkassen-Beiträge steigen – doch es gibt Ausnahmen
Der Dachverband der Betriebskrankenkassen (BKK) hat ausgerechnet, dass mit einem Anstieg des Krankenkassen-Zusatzbeitrags von 1,7 Prozent auf 2,45 Prozent zu rechnen ist. Nach dieser Berechnung würde er um satte 0,75 Prozent steigen. Allerdings ist es so, dass die Krankenkassen den Zusatzbeitrag individuell erheben. Das heißt: Nicht bei allen Träger wird es gleich teurer – ein Kriterium ist, wie stabil die jeweiligen Krankenkassen sind.
Denn je stabiler die Krankenkassen schon heute aufgestellt sind, desto stabiler dürften laut dem Deutschen Finanz-Service Institut (DFSI) auch die Zusatzbeiträge bleiben. Das DFSI hat für das „Handelsblatt“ ein Ranking erstellt, wie Krankenkassen unter anderem in der Kategorie „Finanzkraft“ abschneiden. Diese gilt als ein wesentlicher Gradmesser für Stabilität. Der Datendienst hat dafür unter anderem die Liquidität, die Verwaltungskosten und die Mitgliederentwicklung und der Träger untersucht und kam zu diesem Ergebnis.
Ranking der Krankenkassen: Hier bleiben die Beiträge voraussichtlich stabil
Die „hkk Krankenkasse“ und die „Audi BKK“ bekamen demnach die Bestnote „Exzellent“. Bei ihnen liegt auch der bisherige Beitragssatz „nur“ bei 15,58 beziehungsweise 15,60 Prozent – und fällt damit nach „Handelsblatt“-Angaben auch günstiger aus als bei vielen Konkurrenten. Die Bewertung „Sehr gut“ erhielten in dem Ranking unter anderem die „Techniker Krankenkasse“ (TK), gefolgt unter anderem von der „WMF Betriebskrankenkasse“ und der „BKK VerbundPlus“. Auch hier liegen die Beitragssätze maximal bei 16,2 Prozent und damit knapp unter dem Durchschnitt.
Lediglich mit der Note „gut“ bewertete das DFSI die „R+V Betriebskrankenkasse“, die „SBK“, die „energie-BKK“, die „vivida bkk“ und die „Novitas BKK“.
| Krankenkasse | Bewertung im DFSI-Ranking |
|---|---|
| hkk Krankenkasse / Audi BKK | Exzellent |
| Techniker Krankenkasse / WMF Betriebskrankenkasse / BKK VerbundPlus / TUI BKK / HEK - Hanseatische Krankenkasse / Salus BKK / BKK ProVita / BKK firmus | Sehr gut |
| R+V Betriebskrankenkasse / SBK / energie-BKK / vivida bkk / Novitas BKK | Gut |
Wegen steigender Kosten: Was Verbraucher beim Krankenkassenwechsel beachten sollten
Die Gründe für die steigenden Krankenkassenbeiträge sind vielfältig. So haben die gesetzlichen Träger Milliardendefizite durch teure Gesetze angehäuft, dazu kommen hohe Ausgaben im Gesundheitswesen Gründe für die steigenden Beiträge gibt es gleich mehrere: Milliardendefizite bei den gesetzlichen Krankenkassen durch teure Gesetze, eine alternde Bevölkerung und damit steigende Gesundheitsausgaben sowie Kosten für teure Operationen und Vorsorgebehandlungen.
Um horrende Mehrkosten zu umgehen, sollten Verbraucher regelmäßig einen Tarifwechsel in Betracht ziehen, wie Versicherungsexperte Dieter Homburg gegenüber der „dpa“ rät. Um sicherzustellen, ob sich ein Versicherungswechsel wegen eines günstigeren Tarifs lohnt, müssen Verbraucher aber neben den Kosten auch unbedingt die Leistungen und die Qualität der einzelnen Versicherungen prüfen, heißt es.
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