Preis-Explosion an Tankstellen

Experten warnen – Sprit-Preise könnten bald dauerhaft die Zwei-Euro-Marke knacken

  • Julia Cuprakowa
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Ab 2024 wird der CO2-Preis deutlich steigen und damit auch der Preis an den Tankstellen. Experten rechnen mit mehr als zwei Euro pro Liter für Benzin und Diesel.

Ab 2024 kommen einige Änderungen auf die Bürger in Deutschland zu: So können sich Rentner, Minijobber und Pflegebedürftige über mehr Geld freuen, wie echo24.de berichtet. An anderer Stelle muss dagegen tiefer in die Tasche gegriffen werden, denn 2024 bringt auch Preiserhöhungen mit sich. Die Bundesregierung will den CO2-Preis für Heizöl und Gas deutlich anheben. Die Folge: Auch der Sprit an der Tankstelle wird wieder teurer.

Experten warnen: Sprit-Preis könnte Zwei-Euro-Marke knacken

Die Kraftstoffpreise scheinen derzeit relativ stabil zu sein. Sowohl der Liter Diesel als auch der Liter Benzin haben sich bei etwa 1,75 bis 1,80 Euro eingependelt. Ab 2024 wird es für Autofahrer noch schwieriger, eine günstige Tankstelle zu finden. Im Raum Heilbronn gilt beispielsweise die Kaufland-Tankstelle als relativ günstig. Allerdings ist dort vor allem abends mit Staus zu rechnen.

Derzeit (Stand: 6. November) kostet Benzin 1,77 Euro (Super), Diesel und E10 liegen bei 1,74 Euro. Damit ist Diesel nur geringfügig günstiger als Benzin. Zwar müsste Diesel billiger sein, weil er um 20 Cent niedriger besteuert wird, doch die steigende Nachfrage nach Heizöl verteuert auch den Diesel an der Zapfsäule.

Doch damit nicht genug: Kraftstoff-Experten warnen, dass die Preise an den Zapfsäulen zum Jahresende die Zwei-Euro-Marke knacken könnten. Und auch für das kommende Jahr ist mit weiter steigenden Spritpreisen zu rechnen. Wie „inside-digital.de“ berichtet, trägt die Bundesregierung Schuld an den explodierenden Spritpreisen.

Bundesregierung will CO2-Preis anheben – Autofahrer müssten bis zu 20 Euro mehr pro Jahr bezahlen

Um die Klimaziele zu erreichen, soll der Ausstoß des Treibhausgases verringert werden – und ein höherer CO₂-Preis soll dabei helfen. Ein entsprechender Gesetzesentwurf sieht eine Erhöhung von derzeit 30 auf künftig 40 Euro pro ausgestoßener Tonne Kohlendioxid vor.

Viele Menschen halten das für eine Zumutung und demonstrieren gegen die aktuelle Politik. Allein in Heilbronn versammelten sich am Samstag (4. November) rund 800 Menschen zu einer Kundgebung unter dem Motto „Rettet den Mittelstand – die regionale Landwirtschaft, die Unternehmen, das Handwerk, die Bürger des Landes“.

Benzin und Diesel an den Tankstellen dürften nach dem neuen Gesetzentwurf um rund drei Cent pro Liter teurer werden, erklären die Experten des ADAC. Wer mit seinem Auto 10.000 Kilometer im Jahr fährt und im Schnitt 7 Liter auf 100 Kilometer verbraucht, muss mit Mehrkosten von gut 20 Euro im Jahr rechnen. Doch dabei soll es nicht bleiben. Die Mineralölkonzerne dürften die Gunst der Stunde nutzen und die Preise für Benzin und Diesel weiter in die Höhe treiben.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

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