Flexirente

Mehr Rente und Gehalt: Mit diesem Trick doppelt kassieren

  • Anni Gebhard
    VonAnni Gebhard
    schließen

Viele fürchten sich vor ihrem Ruhestand. Dabei kann die Rente flexibel gestaltet werden, was einige Vorteile mit sich bringt. Mit diesem Trick können Rentner Gehalt und Rente sogar doppelt kassieren.

„Ich hab Angst, dass mir die Decke auf den Kopf fällt“: Diesen Satz äußern Arbeitnehmer, die kurz vor der Rente stehen, immer wieder. Andere hingegen freuen sich auf den neuen Lebensabschnitt und mehr Freizeit. Egal, welchem Lager sich Lohnempfänger zuordnen: Diesen Trick lohnt es sich definitiv zu kennen. Mit einer flexiblen Rente können angehende Ruheständler sogar doppelt kassieren: Gehalt und Rente ohne Abzüge – so funktioniert es.

In letzter Zeit kommen auf Rentner viele Neuerungen zu. Die gute Nachricht: 2024 erhöht sich für einige der Rentenbeitrag. Allerdings wartet schon im Februar die nächste Änderung, die die Auszahlung der Rente betrifft. Egal, wie sehr Rentner oder angehende Ruheständler von den Neuerungen betroffen sind: Über eine Renten- und Gehaltszahlung ohne Abzüge, dürfte sich jeder freuen.

Rente und Gehalt ohne Abzüge: Mit der Flexirente doppelt kassieren

Wer zwischen 1953 und 1963 geboren wurde und 45 Jahre gearbeitet hat, kann zwischen 63 und 65 Jahren in Rente gehen – ohne Abschläge. Deshalb müssen die Rentenbezieher aber noch lange nicht auch aufhören, zu arbeiten. Mit der sogenannten „Flexirente“ kann der Übergang zwischen Arbeit und Rente flexibel gestaltet werden. 2023 ist die Zuverdienstgrenze bei vorzeitigem Renteneintritt entfallen. Demnach können Rentner fortan unbegrenzt Geld dazu verdienen und so die monatliche Rente aufbessern.

Wer einen Teil seines Zuverdienstes jetzt auch noch an die Rentenversicherung abführt, wird vom Staat großzügig belohnt: Für jeden Monat, der nach Rentenbeginn weiter gearbeitet wird, gibt es zusätzlich 0,5 Prozent mehr Rente. Nach einem Jahr sind es also sechs Prozent mehr Rente, die erwirtschaftet wurden, wie die Deutsche Rentenversicherung informiert. Ob sich das auch aus steuerlicher Sicht lohnt, wird individuell entschieden.

Gehalt und Rente gleichzeitig kassieren: Für wen sich das nicht lohnt

Die Flexirente ist zwar eine gute Möglichkeit für Rentner, die 45 Jahre gearbeitet haben. Doch nicht für jeden ist es die optimale Lösung. Wer vorzeitig mit Abschlägen in Rente geht – etwa nach 35 Beitragsjahren – hat es sehr schwer, den Verlust mit Arbeit dauerhaft auszugleichen. Laut Deutscher Rentenversicherung werden nämlich für jeden Monat, den die Rente früher beginnt, 0,3 Prozent von der Rente abgezogen und das dauerhaft, bis maximal 14,4 Prozent Abzug erreicht ist.

Der Abschlag bleibt auch nach Erreichen des regulären Renteneintrittalters bestehen, weshalb es wichtig ist, immer individuell zu entscheiden, was die beste Lösung ist. Überfragte können sich auch bei der Deutschen Rentenversicherung einen kostenlosen Beratungstermin vereinbaren.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Zoonar/Westend61/ Fotocollage: echo24.de

Mehr zum Thema