Ansprüche und Auszahlung
Weniger Geld? Abzüge von der Rente – so schwindet die Altersvorsorge
VonJuliane Reyleschließen
Welche Rentenansprüche habe ich im Ruhestand? Mit welchen Abzügen muss gerechnet werden – reicht das Geld, das auf dem Konto ankommt? Ein Überblick.
Die Rente ist ein wichtiger Bestandteil der Altersvorsorge in Deutschland. Doch verschiedene Faktoren können die Höhe der Rente beeinflussen und sie schmälern. Unterm Strich heißt das dann: weniger Geld auf dem Konto. echo24.de erklärt, welche Rolle Entgeltpunkte, Versicherungen, Demografie und mehr auf das Rentenniveau und die Auszahlung haben. Gegen manch eine Kürzung können Rentner oder Arbeitnehmer sogar im Vorfeld taktisch vorgehen.
Abzüge von der Rente: Das sorgt für weniger Geld im Alter
Einige Abzüge von der Rente werden vom Staat oder der Versicherung direkt abgezogen, andere sind individuell und können unterschiedlich hoch ausfallen. Bekannte Abzüge von der Rente sind:
- Krankenversicherungsbeitrag
- Pflegeversicherungsbeitrag
- Zusatzbeitrag der Krankenkasse je nach Höhe des Einkommens
- Steuer bei Renten oberhalb des Grundfreibetrags
Versicherungsbeiträge für die Krankenversicherung und Pflegeversicherung müssen von der Rente abgezogen werden. Je nach Höhe der Rente müssen nicht nur Steuern gezahlt werden, sondern auch ein Zusatzbeitrag bei der Krankenkasse. Denn die Rente gilt als Einkommen.
Weitere Faktoren, welche die Rentenhöhe und Geld im Ruhestand beeinflussen
Die „Deutsche Rentenversicherung“ rechnet mit einer weniger starken Belastung der Rentenkasse durch die Alterung der Gesellschaft als bisher angenommen, wie die „Tagesschau“ berichtet. Dennoch spielt die Demografie eine Rolle bei der Höhe der Rente.
Gibt es keine Steuerzahler und junge Menschen, die in die Rentenkasse einbezahlen, wird das Auszahlen einer hohen Rente schwieriger. Wie sich die Rente entwickelt, bleibt abzuwarten. Doch vorerst wird es ab Juli 2024 eine Rentenerhöhung geben.
Die Höhe der Rente ist aber auch von den Entgeltpunkten abhängig, die während des Arbeitslebens erworben wurden. Wer gut verdient, erhält auch mehr Entgeltpunkte. Die Zahl der Entgeltpunkte steht in Zusammenhang mit dem Jahresdurchschnittseinkommen in Deutschland, wie die „Deutsche Rentenversicherung“ erklärt. Die Zahl der Entgeltpunkte und damit auch der Rente wird demnach bereits zu Arbeitszeiten gelenkt.
Weitere Kürzungen der Rente: So kommt im Ruhestand weniger Geld aufs Konto
Eine der bekanntesten Kürzungen ist der Rentenabschlag bei vorzeitigem Renteneintritt. Das Renteneintrittsalter hängt von verschiedenen Faktoren ab – wie der Rentenart, den Beitragszeiten oder dem Geburtsjahr, schreibt „CosmosDirekt“. Wer vor dem offiziellen Renteneintrittsalter in Rente geht, muss mit Abzügen rechnen. Wie hoch diese ausfallen und mit wie viel weniger Geld die Personen im Ruhestand auskommen müssen, bleibt individuell.
Fest steht jedoch, dass für viele Menschen die 45 Jahre Beitragszahlungen schwierig zu erreichen sind. Der Gesetzgeber wünscht jedoch 45 Jahre Erwerbstätigkeit, um die volle Rente auszuzahlen, wie „Weltsparen“ schreibt. Übrigens gibt es auch einen Unterschied bei der Auszahlung der Rente je nach Geburtsjahr: Diese Jahrgänge bekommen am meisten Geld.
Tipps um Rentenabzüge zu vermeiden sind demnach:
- Längere Beitragszahlungen
- Auf hohes Einkommen achten
- Private Altersvorsorge
Je länger in die Rentenversicherung eingezahlt wird, desto höher fällt die Rente aus und je höher das Einkommen, desto mehr Entgeltpunkten sammeln sich und führen somit zu einer höheren Rente, schreibt die „Deutsche Rentenversicherung“.
Auch eine private Altersvorsorge kann für mehr Geld im Ruhestand sorgen. Hier gilt es, sich vorab gut zu erkundigen. Wer rechtzeitig anfängt zu sparen und Geld anlegt, kann die Rente deutlich aufbessern. Es gilt allerdings auch auf kleine Details zu achten, beispielsweise beeinflusst eine Hochzeit das Geld im Ruhestand: Weniger Geld wegen Ehe? Das sollten Paare vor der Heirat wissen.
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