Schwarz Gruppe passt Umweltziele an
Lidl und Kaufland wollen Plastik weiter reduzieren: Was das für Kunden bedeutet
VonLisa Kleinschließen
Die Schwarz Gruppe definiert selbstgesteckte Umweltziele neu – und will noch ambitionierter vorgehen. Die neuen Plastik-Ziele haben Auswirkungen auf die Einmarken bei Lidl und Kaufland.
Lidl und Kaufland passen ihre Umwelt-Ziele an. Die Schwarz Gruppe – zu der Lidl und Kaufland gehören – hatte geplant, bis 2025 weniger Plastik einzusetzen, 20 Prozent sollten es sein. Allerdings komme das Unternehmen laut eigenen Aussagen den Zielen der Plastikstrategie „REset Plastic in großen Schritten näher“. Die ursprünglichen geplanten 20 Prozent seien bereits erreicht.
Schwarz Gruppe passt Ziele beim Plastik-Verbrauch an: Eigenmarken von Lidl und Kaufland betroffen
Das neue Ziel: „Die Unternehmen der Schwarz Gruppe werden spartenübergreifend bis 2025 30 Prozent und bis 2027 35 Prozent weniger Plastik in den Eigenmarkenverpackungen von Lidl und Kaufland verwenden“, heißt es in der Mitteilung. Die Werte beziehen sich auf den „Vergleich zum Basisjahr 2017“. echo24.de berichtete 2021, wie nachhaltig die Schwarz Gruppe bis dato tatsächlich ist.
Im Umkehrschluss bedeutet das auch: Für Kunden verändert sich etwas – und zwar die Verpackung von einigen Produkten. Im Fokus stehen die Produkte der Eigenmarke. In der Mitteilung erklärt die Schwarz-Gruppe weiter, welche Änderungen es bereits bei Lidl und Kaufland gegeben hat.
An sich könnte die Mitteilung kaum passender kommen. Denn: Gerade erst hat es Lidl unter die Top 3 der dreisteten Umweltlügen geschafft – der „Golende Geier 2023“ ist verliehen worden. Wie echo24.de berichtet, landet Lidl mit rund 24 Prozent der Stimmen auf Platz drei des Schmäh-Preises. Und zwar für die „Lidl-Kreislaufflasche“, welche bereits häufiger wegen Greenwashings in der Kritik stand.
Verpackungen der Eigenmarken bei Lidl und Kaufland sollen optimiert werden
Die Unternehmen der Schwarz Gruppe arbeiteten laut eigenen Angaben bereits intensiv am „Verpackungsdesign“ verschiedenere Produkte. Verpackungen sollen so gestaltet werden, dass sie bestmöglich recycelbar sind. Viele der Eigenmarkenverpackungen werden daher auf „Mono-Materialien“ umgestellt, „die im selben Stoffstrom wiederverwendet werden können“, heißt es. Mono-Materialien sind Verpackungen, die aus nur einem Material bestehen und somit besser recyclet werden können.
Zum Beispiel in der Hähnchenfleischverpackung der Lidl-Eigenmarke „Metzgerfrisch“ konnte die Schwarz Gruppe bereits Rezyklate aus der gelben Tonne einsetzen. Bei anderen Produkten wird beispielsweise der Verschlussclip weggelassen oder das Verpackungsmaterial an sich reduziert.
Auch auf europaweiter Ebene hat sich bereits einiges bei der Reduzierung von Plastikverbrauch und Verschwendung getan. Eine neue Regelung in der EU hat auch bereits Lidl und Kaufland getroffen – Plastikflaschen haben neue Deckel, aus Umweltgründen.
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