Steuerfreibeträge steigen
Mehr Geld auf dem Konto: Was die Steuer-Änderung im Dezember bedeutet
VonJulia Cuprakowaschließen
Der Bundestag hat eine Änderung des Grundfreibetrages verabschiedet. Schon im Dezember könnte also mehr Geld auf dem Konto der Arbeitnehmer ankommen.
Nach dem Aus der Ampel-Regierung herrscht Verwirrung in Deutschland. Werden die geplanten Gesetze im nächsten Jahr doch noch umgesetzt oder sind sie vom Tisch? Wie echo24.de bereits berichtete, wird es zumindest das lange diskutierte zweite Rentenpaket in der von der Ampel geplanten Form nicht geben. Eine Rentenerhöhung um 3,5 Prozent soll es aber auf jeden Fall geben.
Was kommen soll, ist die Anhebung der Steuerfreibeträge – darunter der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer. Das berichtet der Deutsche Bundestag auf seiner Homepage. Was das konkret für die Menschen in Deutschland bedeutet.
Steuerfreibeträge steigen: Mehr Geld auf dem Konto – was sich für Arbeitnehmer ändert
Rückwirkend für das Jahr 2024 sollen der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer um 180 Euro auf 11.784 Euro und der Kinderfreibetrag um 228 Euro auf 6.612 Euro steigen. Der entsprechende Gesetzentwurf der Bundesregierung sei vom Finanzausschuss gebilligt worden, schreibt der Bundestag. Am Freitag (22. November) soll das Plenum darüber entscheiden. Doch was bedeutet rückwirkend und können Arbeitnehmer noch in diesem Jahr mit mehr Geld auf dem Konto rechnen?
Der neue Grundfreibetrag soll in der Lohnabrechnung für Dezember 2024 berücksichtigt werden, wie echo24.de bereits berichtete. Im Gesetzentwurf heißt es „dass die weitere Anhebung des Grundfreibetrags für 2024 lohnsteuerlich bei der Lohn-, Gehalts- bzw. Bezügeabrechnung für Dezember 2024 umgesetzt wird.“ Die korrekte Berechnung soll durch die Arbeitgeber erfolgen. Arbeitnehmer sollten also im Dezember automatisch mehr Gehalt auf dem Konto haben.
Grundfreibetrag
Der Grundfreibetrag dient der Sicherung des Existenzminimums. Ein zu versteuerndes Einkommen unterhalb des Existenzminimums (= Grundfreibetrag) unterliegt nicht der Einkommensteuer. Erst wenn das zu versteuernde Einkommen den Grundfreibetrag übersteigt, wird Einkommensteuer fällig. (Quelle: steuertipps.de)
Steuerfreibeträge steigen – je nach Lohn und Preisentwicklung in Deutschland
Die Steuerfreibeträge werden regelmäßig erhöht und an das jeweils neu berechnete Existenzminimum von Erwachsenen und Kindern angepasst. Denn darauf darf keine Einkommensteuer erhoben werden. Alle zwei Jahre legt die Bundesregierung deshalb den Existenzminimumbericht vor, der unter anderem die Lohn- und Preisentwicklung in Deutschland berücksichtigt.
Während also die Steuerbelastung im kommenden Jahr sinken soll, geht es bei den Sozialabgaben in die andere Richtung. So sollen die Krankenkassenbeiträge deutlich steigen, wie echo24.de bereits berichtete.
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