Lohnsteuer, Rentenbescheide und Co.
Neuerungen bei der Rente: Was im Dezember für Ruheständler wichtig ist
- VonMilea Erzingerschließen
Im Dezember 2024 stehen Änderungen für Rentner an. Von neuen Rentenbescheiden bis zur Inflationsprämie – alle Neuerungen und wichtige Termine im Überblick.
Der Dezember 2024 bringt nicht nur die festliche Weihnachtszeit, sondern auch bedeutende Änderungen mit sich – auch für Millionen von Rentnern in Deutschland. Gesetzliche Anpassungen, steuerliche Erleichterungen und spezielle Fristen können Einfluss auf den Geldbeutel haben. Was sich ändert und worauf Rentner jetzt achten sollten.
Neuer Rentenbescheid für Millionen Senioren: Höhere Zuschläge oder unangenehme Überraschungen?
Millionen Grundrentenempfänger erhalten in den kommenden Wochen neue Rentenbescheide. Die Rentenversicherung startet die Einkommensanrechnung, was bei einigen Empfängern zu höheren Zuschlägen führen kann – etwa durch steigende Einkommensfreibeträge, wie „rentenbescheid24.de“ schreibt. Für andere könnte die Anpassung jedoch unerfreuliche Überraschungen bereithalten. Rentner sollten die neuen Bescheide daher genau prüfen.
Mehr Netto für arbeitende Rentner: Lohnsteuer sinkt ab Dezember
Eine gute Nachricht für alle Rentner mit Hinzuverdienst: Ab dem 1. Dezember 2024 sinkt die Lohnsteuerbelastung laut „rentenbescheid24.de“. Der Grundfreibetrag steigt auf 11.784 Euro, was sich positiv auf das Nettoeinkommen auswirkt. Davon profitieren auch Rentner, denn auch im Ruhestand müssen unter Umstand weiterhin Steuer bezahlt werden.
Wer ab Dezember Anspruch auf Rente hat – diese Jahrgänge können in den Ruhestand
Im Dezember 2024 erreichen mehrere Geburtsjahrgänge das Rentenalter. So können beispielsweise Personen des Jahrgangs 1958 ab diesem Monat die Regelaltersrente ohne Abschläge beziehen, so die Deutsche Rentenversicherung. Für langjährig oder besonders langjährig Versicherte sowie schwerbehinderte Menschen gelten jeweils unterschiedliche Altersgrenzen und Bedingungen. Es lohnt sich, rechtzeitig die persönlichen Ansprüche zu prüfen.
echo24.de berichtete bereits, welche Jahrgänge 2025 in Rente gehen können ohne Abschläge.
3000 Euro steuerfrei: Letzte Chance auf die Inflationsausgleichsprämie für arbeitende Rentner
Arbeitende Rentner können noch bis zum 31. Dezember 2024 von der steuer- und sozialabgabenfreien Inflationsausgleichsprämie profitieren. Arbeitgeber haben die Möglichkeit, bis zu 3000 Euro zusätzlich zum regulären Gehalt auszuzahlen, erklärt „haufe.de“. Wichtig ist, dass diese Prämie nicht als Ersatz für reguläre Gehaltsbestandteile dient, sondern eine freiwillige Zusatzleistung bleibt.
Für viele Rentner, die nebenbei noch arbeiten, ist die Inflationsausgleichsprämie eine wertvolle finanzielle Unterstützung, die ohne Abzüge direkt auf das Konto fließt. Die steuerliche Begünstigung gilt jedoch nur, wenn die Auszahlung bis Ende Dezember erfolgt, heißt es von „haufe.de“ weiter. Wer von der Regelung profitieren möchte, sollte frühzeitig mit dem Arbeitgeber sprechen, um die Auszahlung rechtzeitig zu sichern.
Rentenauszahlung im Dezember: Rentner werden rechtzeitig über ihr Geld verfügen
Der Rentenzahltag im Dezember fällt aufgrund der Feiertage auf den 30. Dezember 2024. Normalerweise wird die Rente am letzten Bankarbeitstag des Monats überwiesen, doch da Silvester kein Bankarbeitstag ist, erfolgt die Auszahlung einen Tag früher, erklärt „finanz.de“. Rentner können somit rechtzeitig vor dem Jahreswechsel über ihr Geld verfügen.
Rentenreformen gestoppt: Sinkendes Rentenniveau und drohende Belastungen
Die geplanten Reformen der Ampelregierung, wie die Rentenaufschubprämie oder Maßnahmen zur Stabilisierung des Rentenniveaus, wurden gestoppt. Arbeitsminister Hubertus Heil hat das Aus für das Rentenpaket II offiziell bestätigt. Dies bedeutet, dass das Rentenniveau ab 2026 voraussichtlich unter 48 Prozent fallen wird, was erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen könnte. So drohen steigende Altersarmut und eine stärkere Belastung der arbeitenden Bevölkerung durch höhere Rentenbeiträge, um das System auszugleichen.
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