Rente der Unterschicht
Unterschicht der Rente: Mit diesem Einkommen gelten Ruheständler als „arm“
VonJuliane Reyleschließen
Geringes Einkommen im Alter? Ab einem bestimmten Einkommen gelten Rentner in Deutschland als arm. Ein Überblick.
Ein Leben lang gearbeitet, in die Rentenkasse eingezahlt und dennoch kaum Rente? Das Deutsche Rentensystem wird häufig kritisiert. Denn viele Senioren und Ruheständler können mit ihrem Einkommen im Alter kaum ihren Lebensunterhalt bestreiten. Dabei gibt es aber große Unterschiede. Einige Jahrhänge bekommen die niedrigste Rente und am wenigsten Geld, andere bekommen die höchste Rente in Deutschland und am meisten Geld. Doch wer zählt mit seinem Einkommen zur Unterschicht der Rente und wer hätte gerne einfach nur mehr Geld? echo24.de gibt einen Überblick.
Ruhestand und Armutsgrenze: Mit welchem Einkommen gelten Rentner als „arm“?
Ab wann ein Bundesbürger, demnach auch Rentner und Ruheständler, als arm gilt, ist genau geregelt. In Deutschland gilt die so genannte Armutsgrenze. Nach der Definition der Armutsgrenze gilt als arm, wer 60 Prozent oder weniger des mittleren Einkommens im Land verdient. Dabei werden auch Sozialleistungen berücksichtigt. Außerdem kommt es darauf an, wie viele Personen im Haushalt leben, wie „Familie.de“ erklärt.
Ein alleinstehender Rentner mit einem Nettoeinkommen von 781 Euro oder weniger gilt als arm, wie Auswertungen von „Statista“ zeigen. Als reich hingegen gelten Alleinstehende mit einem Einkommen von mehr als 3.418 Euro monatlich. Doch gilt das auch für Senioren? echo24.de berichtet zum Thema Oberschicht der Rente: Ab diesem Einkommen gelten Ruheständler als „besser gestellt“.
Rente und Armut: Welche Möglichkeiten haben Ruheständler mit geringem Einkommen?
Zum Thema Rente, gilt es zu bedenken, dass das Einkommen durch die Rentenkasse nicht das alleinige Einkommen eines Ruheständlers ausmachen muss. Es gibt noch weitere Optionen, wie die private Altersvorsorge.
Außerdem sollten Senioren, die wenig Geld im Alter haben, prüfen, ob ihnen Grundsicherung (ehemals Hartz 4) zusteht. Denn laut „Bundesministerium für Soziales und Arbeit“ steht Hilfebedürftigen, die die Altersgrenze erreicht haben oder wegen einer bestehenden Erwerbsminderung ihren Lebensunterhalt dauerhaft nicht aus eigener Erwerbstätigkeit bestreiten können, Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung zu. Um gar nicht erst in die Notlage zu geraten, gibt es Tipps für mehr Geld im Alter.
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